Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich kurz nach 1 Uhr an Neujahr in der Truchtelfinger Straße in Ebingen. Am McDonald’s-Kreisverkehr war ein Mercedes verunfallt. Foto: Jannik Nölke

Unter anderem ein Verkehrsunfall am McDonald’s-Kreisverkehr, ein Alarm in der Acura-Klinik und eine Thuja in Vollbrand forderten die Feuerwehr Albstadt in der Silvesternacht.

Die Freiwillige Feuerwehr Albstadt hatte in der Silvesternacht erneut alle Hände voll zu tun. Wie Stadtbrandmeister Thomas Daus berichtet, waren die Einsatzkräfte ab den Abendstunden bis in die frühen Morgenstunden an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet gefordert.

 

Thujahecke in Vollbrand

Bereits am Abend, gegen 20.37 Uhr, wurden die Einsatzkräfte in die Königsberger Straße nach Tailfingen alarmiert. Gemeldet war ein Brand, der auf ein Gebäude überzugreifen drohte. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine mehrere Meter lange Thujahecke zwischen zwei Gebäuden in Vollbrand stand.

In Tailfingen brannte ein Thujahecke. Foto: Feuerwehr Albstadt

Nach Einschätzung der Feuerwehr wurde das Feuer sehr wahrscheinlich durch Feuerwerkskörper ausgelöst. Anwohner hatten bereits erste Löschmaßnahmen mit einem Gartenschlauch eingeleitet und konnten so gemeinsam mit der Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen verhindern. Stadtbrandmeister Daus mahnte in diesem Zusammenhang jedoch eindringlich, bei solchen Situationen keine eigenständigen Löschversuche zu unternehmen, da die Gefahr von Rauchgasverletzungen erheblich sei. Der Bewohner kam daher zur Kontrolle ins Krankenhaus. Oberbürgermeister Roland Tralmer machte sich als unmittelbarer Anwohner selbst ein Bild der Lage vor Ort.

Feuerwerksreste brennen

Nach dem Jahreswechsel folgten weitere Einsätze in kurzer Abfolge. Gegen 0.44 Uhr brannten im Bereich der Bahnhofstraße beziehungsweise nahe dem Bürgerturm größere Mengen von Müll und Feuerwerksresten. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch ablöschen. Auffällig sei hierbei erneut gewesen, dass zahlreiche Feuerwerksbatterien in großen Kartonagen unachtsam auf öffentlichen Flächen zurückgelassen worden seien. Gerät eine solche Kartonage in Brand, breitet sich das Feuer schnell aus und verursacht erhebliche Verschmutzungen, so Daus.

Feuerwerksreste brennen in der Ebinger Innenstadt. Foto: Feuerwehr Albstadt

Schwerer Verkehrsunfall

Kurz darauf, gegen 1.08 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem schweren Verkehrsunfall im Bereich des McDonald’s-Restaurants alarmiert. Ein Fahrzeug war am dortigen Kreisverkehr in der Truchtelfinger Straße verunfallt. Der Wagen schanzte auf die Verkehrsinsel und blieb zwischen Bäumen und Gebüsch stehen. Zwei der vier Insassen konnten das Auto selbstständig verlassen, zwei weitere mussten von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Alle Beteiligten wurden vom Rettungsdienst untersucht und vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar.

Alarm in Acura-Klinik

Um 1.35 Uhr folgte ein weiterer größerer Einsatz: Mit dem Stichwort „Feuer 5 – Brandmeldeanlage“ wurden die Abteilungen Ebingen und Tailfingen zur Acura-Klinik alarmiert. Ausgelöst hatte ein Rauch-Ansaug-System (RAS) in einem Technikschacht. Vor Ort konnte schnell Entwarnung gegeben werden, ein offenes Feuer lag nicht vor. Die Anlage löste jedoch mehrfach erneut aus, was den Einsatz zeitlich in die Länge zog.

Rund zehn Einsätze

Darüber hinaus kam es im Verlauf der Nacht zu mehreren kleineren Brandeinsätzen, unter anderem an Müllansammlungen und Feuerwerksresten, etwa im Bereich von Tankstellen, Firmenarealen und weiteren Straßen im Stadtgebiet. Insgesamt wurden in der Silvesternacht rund zehn Einsätze abgearbeitet.

Bilanz

Stadtbrandmeister Daus zog in seinem Fazit eine nüchterne, aber klare Bilanz. Die Nacht sei erneut turbulent verlaufen und in ihrer Einsatzdichte mit dem Vorjahr vergleichbar gewesen. Eine besondere Herausforderung sei die zeitliche Ballung der Einsätze gewesen, die teils parallel in mehreren großen Ortsteilen auftraten. Positiv hob Daus die gute Zusammenarbeit der Abteilungen hervor, die sich gegenseitig effektiv unterstützten.

Die Feuerwehr Albstadt war an Silvester und Neujahr stark gefordert. Foto: Feuerwehr Albstadt

Gleichzeitig habe die Lage hohe Anforderungen an die Einsatzleitung gestellt. Ständige Abstimmungen zwischen Einsatzleitern und Kommandanten seien notwendig gewesen, da jederzeit neue Meldungen eingingen und rasches Handeln gefragt war. Teilweise hielten sich Einsatzkräfte bereits vorsorglich in den Feuerwehrhäusern auf; pro Abteilung standen zwischen 25 und 30 Feuerwehrangehörige bereit.

Trotz logistischer Herausforderungen und spürbarem Zeitdruck konnte die Silvesternacht insgesamt erfolgreich bewältigt werden.