Einen neuen Rekord hat die Zahl der Einsätze der Gesamtfeuerwehr Albstadt im Jahr 2023 erreicht, wie bei der Hauptversammlung zu erfahren war. Ebenfalls auffällig: Die gute Jugendarbeit trägt Früchte, und die Ausstattung mit Geräten kann sich sehen lassen.
Vor rund 250 Aktiven der Albstädter Gesamtfeuerwehr hat der stellvertretende Stadtbrandmeister Felix Sandel die Zusammenarbeit mit dem Stadtbrandmeisterbüro als vertrauensvoll bezeichnet. Auf 134 Quadratkilometern Albstädter Gemarkung mit Höhendifferenzen bis zu 400 Metern seien die Herausforderungen für die acht Abteilungen groß, betonte Sandel. Gerätschaften und Ausbildung seien die Grundlage für den flächendeckenden Schutz der – Stand 31. Dezember 2023 – 46 813 Einwohner in vier Ausrückebezirken.
2021 sei der Feuerwehr-Bedarfsplan um ein Jahrzehnt fortgeschrieben worden, berichtete Sandel, dankte Verwaltung und Gemeinderat für deren Unterstützung der Feuerwehren und würdigte die „stabile Entwicklung“: Die Gesamtwehr hat aktuell 505 Angehörige – ein Plus von 25 binnen Jahresfrist. Davon sind 305 Aktive – vier mehr als im Jahr zuvor. Unter ihnen sind 16 Frauen – zwei mehr als 2022. Das Durchschnittsalter liegt bei 36,7 Jahren. Rückläufig sei die Zahl der Atemschutz-Geräteträger: Ende 2023 waren es nur noch 120 einsatzfähige, 2022 waren es noch 145 gewesen, was laut Sandel Anlass zu Nachforschungen gibt.
477 Alarmierungen – das ist Rekord
Die Einsätze seien 2023 auf eine Rekordmarke von 477 Alarmierungen gestiegen gegenüber 435 im Jahr 2022 – es ist der höchste Stand seit 2011. Dafür wurden 4542 Stunden, 518 mehr als 2022, geleistet. Schwerpunkt waren 174 technische Hilfeleistungen. Immer öfter werden die Wehren zur Hilfe bei Türöffnungen und für den Rettungsdienst angefordert. Für 256 kostenpflichtige Einsätze wurden Rechnungen über 223 797 Euro ausgestellt.
Die Albstädter Wehren haben 37 Fahrzeuge in ihrem Bestand, was Sandel als gute technische Ausstattung bezeichnete. An Aus- und Fortbildungen nahmen 84 Aktive teil.
943 Atemschutzträger sind fortgebildet worden
Über den Betrieb im Tailfinger Atemschutzausbildungszentrum (AAZ) informierte dessen Leiter Thomas Bay: Sechs Erstausbildungslehrgänge mit 84 Teilnehmern fanden statt. In 113 Belastungsübungen wurden 943 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren aus dem Zollernalbkreis fortgebildet, wofür das Team 1485 ehrenamtliche Stunden geleistet habe.
Tobias Wolfer, stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart, freute sich über den Anstieg auf 96 Jugendliche, darunter 22 Mädchen, im Alter von zehn bis 17 Jahren in sieben Abteilungen mit 37 Leitern und Betreuern – 172 Dienstabende haben sie absolviert. Über die Kindergruppe „Albdrachen“ berichtete deren Leiterin Sabrina Adam und blickte „voller Stolz auf 2023 zurück“: 16 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren hatten 17 Gruppenstunden erlebt, und auch der Sprecher der Altersabteilung Albstadt-Bitz mit 97 Mitgliedern, Ralf Angele, berichtete über reges Geschehen.
„Albstadt ist eine tragende Säule im Kreis“
„Die Wertschätzung für ihre ehrenamtliche Arbeit haben Sie mehr als verdient“, kommentierte Oberbürgermeister Roland Tralmer. Die leistungsstarke und leistungsbereite Feuerwehr Albstadt sei immer vor Ort, alle Abteilungen wirkten zusammen und stellten ihr eigenes Leben und ihre eigene Gesundheit hinten an. Beispielhaft nannte Tralmer das schwere Unwetter im August. Die gute Jugendarbeit sei Basis für den Fortbestand der Aktiven-Abteilungen.
„Albstadt ist eine wichtige und tragende Säule für die Ausbildung im Kreis“, sagte Stefan Jetter, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, und ging auf aktuelle Themen auf Kreis- und Landesebene ein. Detlef Wysotzki, Erster Hauptkommissar und Leiter des Polizeireviers Albstadt, kommentierte kurz und prägnant: „Es ist gut, dass es Euch, dass es die Feuerwehr gibt“, so könne man bei Einsätzen gemeinsame Wege gehen.
Ehrungen
Die Ehrungen
sprachen Bürgermeister Steve Mall, Felix Sandel, der stellvertretende Kreisbrandmeister Florian Rebholz, Bezirksbrandmeister Siegfried Hollstein und Stefan Jetter aus.
Seit zehn Jahren
aktiv sind Andrè Endert aus Tailfingen, Sebastian Flügel, Seraphin Joel Pahl, Philipp Müller und Sebastian Schmid-Lorch aus Burgfelden, Adrian Lerner, Christopher Oehrle und Eric Weber aus Laufen, Jan Löffler aus Margrethausen sowie Thomas Schlaich aus Ebingen.
Seit 15 Jahren
dabei sind Benedikt Bodmer und David Hagg aus Lautlingen, Johannes Burkhardt aus Burgfelden, Carmen Fröschlin, Tobias Haasis, Martin Kessler und David Sauter aus Tailfingen, Carlo Sulzer aus Pfeffingen, Tobias Wachter aus Ebingen und Fabian Ziegler aus Onstmettingen.
Seit 20 Jahren
Dienst tun Sabrina Adam, Benjamin Bernath, Marcel Boss, Markus Haußer, Thomas Klein und Oliver Stingel aus Tailfingen.
Seit 25 Jahren
sind Dominik Heimann und Markus Schlenker aus Tailfingen, Annemarie Hodler, Reiner Neidhart und Michael Röck aus Burgfelden, Marina Höpfinger aus Onstmettingen und Andreas Silbernagl aus Ebingen in der Feuerwehr aktiv.
Für 30 Jahre
geehrt wurden Oliver Gern und Frank Heinzelmann aus Margrethausen, Peter Glöckler aus Onstmettingen und Felix Sandel aus Tailfingen.
Für 40 Jahre
ausgezeichnet wurde Frank Bähr aus Tailfingen.
Mitglieder der Altersabteilungen
wurden ebenfalls geehrt: Seit 40 Jahren gehört Michele Salvatore D’Alessandro aus Onstmettingen der Feuerwehr an, seit 50 Jahren Reiner Sauter aus Laufen, Paul Wiedenmann aus Lautlingen, Erwin Götz und Franz Schattenkirchner aus Margrethausen. Auf stolze 70 Jahre bringt es Rudi Mayer aus Ebingen.