Die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs können im Foyer des Rathauses in Weil am Rhein besichtigt werden.
Die Stadt Weil am Rhein plant den Bau des Feuerwehrgerätehauses Nord auf der Fläche zwischen dem „Sägischopf“ und der Nordwestumfahrung, östlich entlang des Eimeldinger Wegs in Haltingen. Um die beste Lösung für den zusätzlichen Raumbedarf und die funktionalen Anforderungen für den Neubau zu ermitteln, hatte sich der Gemeinderat für die Durchführung eines Architektenwettbewerbs entschieden. Die Sitzung des Preisgerichts fand dieser Tage statt. Den ersten Preis gewonnen hat das Büro Hippmann Architekten BDA aus Stuttgart, teilte die Stadt nun mit.
Architekturwettbewerb
Bei dem europaweit ausgeschriebenen Planungs-Wettbewerb für dieses Projekt haben sich 20 Architekturbüros zur Teilnahme qualifiziert, 19 davon haben ihre Entwürfe eingereicht. Der Wettbewerb ist Teil eines Vergabeverfahrens, dessen Ziel die Beauftragung eines Architekturbüros zur Verwirklichung des Neubaus ist. Unter Federführung des städtischen Gebäudemanagements wird das Verfahren von einem externen Dienstleister betreut. Die Feuerwehr ist von Anfang an sehr eng eingebunden.
Es wurden vier Preise vergeben. Die Pläne und Modelle des Siegerentwurfs als auch die der drei anderen Preisträger werden vom 17. bis zum 26 September im Foyer des Rathauses öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 17. September, ab 18.30 Uhr von Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und Bürgermeister Lorenz Wehrle eröffnet. Interessierte Bürger haben die Möglichkeit, bei der Ausstellungseröffnung und anschließend zu den üblichen Öffnungszeiten die verschiedenen Ideen der Architekturbüros genauer unter die Lupe zu nehmen.
Das Preisgericht
Ehe der Verfahrensbetreuer, Thomas Thiele das Büro Hippmann Architekten aus Stuttgart als Gewinner bekanntgab, hatte sich die Jury einen ganzen Tag lang alle 19 eingereichten Arbeiten genau angesehen und deren Qualitäten bewertet. Auffallend war das hohe Niveau aller Arbeiten, jedoch kristallisierten sich dann eine Handvoll Arbeiten als besonders überzeugend heraus, die funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen zu erfüllen.
Die Wettbewerbsjury war breitgefächert aufgestellt und bestand aus Fach- und Sachpreisrichtern, die sowohl von außen hinzugezogen worden waren, als auch aus solchen, die der Stadtverwaltung, der Feuerwehr und den fünf Fraktionen des Gemeinderats angehören.
Hintergrund
Die Freiwillige Feuerwehr in Weil am Rhein betreibt im Bestand an vier Standorten eigene Abteilungen. Die Abteilung „Stadt“ hat ihre Wache an der Zollfreien Straße. Daneben gibt es noch Abteilungen in den Stadtteilen Haltingen, Märkt und Ötlingen mit Gerätehäusern in den jeweiligen Ortsteilen.
Neben dem Standort der Abteilung Stadt soll es künftig lediglich einen weiteren Standort geben, an dem die freiwilligen Kräfte der Ortsteile gebündelt werden. Hierzu ist der Neubau eines Feuerwehrhauses am nördlichen Stadteingang im Ortsteil Haltingen vorgesehen.
Das Baufeld für das neue Feuerwehrhaus Nord wurde als Ergebnis einer Standortuntersuchung mit sieben Alternativen in enger Abstimmung mit der Feuerwehr durch den Gemeinderatsbeschluss am 24. Mai 2022 festgelegt. Die zum Bau des Feuerwehrhauses notwendigen Grundstücke sind inzwischen vollständig durch die Stadt erworben.
Das Raumprogramm für den Neubau des Feuerwehrhauses Nord wird in einem Bauabschnitt realisiert und weist eine Nutzfläche von etwa 2400 Quadratmetern auf. Dazu kommen die Verkehrsflächen innerhalb und außerhalb des Gebäudes sowie die gesamte Außenanlage einschließlich Übungsflächen.
Die schlüssige Erweiterung des Feuerwehrgebäudes zu einem noch unbestimmten, späteren Zeitpunkt war von den Wettbewerbsteilnehmern mitzuplanen.
Das städtebauliche Konzept
Ergänzend zum Entwurf des Feuerwehrhauses waren auch Ideen für die Neuordnung des südlich angrenzenden Gebiets gefragt, wo sich heute der Sägischopf und die Festhalle befinden.
Der Siegerentwurf
Einstimmig mit dem 1. Preis wurde der Planungsvorschlag des Architekturbüros Hippmann Architekten BDA aus Stuttgart gekürt. Besonders gut gelungen ist bei diesem Projekt die klare und funktionale Organisation aller Abläufe im Gebäude und auch drumherum. Es hat einen im Vergleich geringen Flächenverbrauch, was eine gute Wirtschaftlichkeit verspricht. Das äußere Erscheinungsbild ist der Bedeutung der Feuerwehr als ganz wesentliche Institution der Stadt sehr angemessen und schlicht gestaltet. Darüber hinaus gelingt es überzeugend, die mögliche Erweiterung des Feuerwehrgebäudes auf dem eigenen Grundstück unterzubringen. Bürgermeister Lorenz Wehrle ist sehr erfreut über das Ergebnis des Wettbewerbs: „Es war sehr schön mitzuerleben, wie intensiv sich die Jury aus Architekten, Feuerwehr, Verwaltung und Politik den Tag über eine Meinung gebildet hat und zum Schluss alle überzeugt sind, ein rundum sehr gutes Ergebnis für die Feuerwehr erreicht zu haben.“
Wie geht es weiter?
Zunächst ist beabsichtigt, den 1. Preisträger in den nächsten Wochen mit der Realisierung seines Entwurfs zu beauftragen. Im Jahr 2026 soll die Planung zur Baureife vorangebracht werden.