Viele Vereine und Cliquen – nicht nur aus Dormettingen – haben sich im „Rössle“ getroffen, meistens auf der Kegelbahn (Bild), die nun mit dem Abriss des Lokals auch endgültig von der Bildfläche verschwindet. Foto: Volker Schweizer

Die Tage des ehemaligen „Rössle“ sind nun wirklich gezählt. Der Gemeinderat hat den Abbruch in Auftrag gegeben.

Das ehemalige Lokal dem Erdboden gleich zu machen, kostet viel Geld. Auf knapp 139 000 Euro beläuft sich die Vergabesumme, davon entfallen 72 276 Euro auf den eigentlichen Abbruch. Fast 50 000 Euro „verschlingt“ die Wiederherstellung des Giebels an dem Gebäude, an das die frühere Gaststätte angrenzt.

 

Wieder verschwinde ein historisches Gebäude in Dormettingen, bedauerte Architekt Peter Kölmel in der jüngsten Sitzung, dafür werde aber die Dorfentwicklung vorangetrieben.

Die Baustelle in Dormettingen soll noch dieses Jahr starten

Auch Bürgermeister Horst Lehmann schaut mit einem weinenden und lachenden Auge auf die Baustelle, die – wenn das Wetter mitmacht – noch in diesem Jahr starten soll. Vor allem die Kegelbahn hätten viele zu schätzen gewusst. Nun dürfe man sich aber auf eine Neubebauung in absehbarer Zukunft freuen.

Eine Abriss-Party gab es dem Bürgermeister zufolge nicht. Dafür hat die Feuerwehr zusammen mit den Balinger Kollegen kürzlich den Ernstfall im „Rössle“ geprobt: Angenommen wurde ein Zimmerbrand im ersten Obergeschoss mit starker Rauchentwicklung und mehreren vermissten Personen. Im Einsatz war auch die Balinger Drehleiter.

Den Abbruch muss die Gemeinde Dormettingen nicht alleine stemmen: Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum fließen 55 510 Euro nach Dormettingen, weitere 40 000 Euro aus dem Ausgleichsstock.