Der Frieden währte nur wenige Stunden, dann schlugen erneut Flammen aus dem Dachstuhl des Mehrfamilienhauses. Foto: R. Heidepriem

Kurz schien die Gefahr gebannt, aber der Frieden währte nur kurz: Nachdem der Gebäudebrand in der Sulzbachstraße gelöscht schien, brach das Feuer erneut aus. Jetzt, am späten Mittwochabend, hat die Feuerwehr eine Entscheidung getroffen.

Am Mittwochabend schien der Brand eines Mehrfamilienhauses in der Sulzbachstraße, der bereits am Dienstagabend ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften auf den Plan gerufen hatte, vollständig gelöscht. Doch dann der Schock: Wieder schlagen Flammen aus dem Dachstuhl. Die Feuerwehr muss erneut ausrücken. Was ist passiert?

 

Zwei Verletzte

Am Dienstag gegen 20.44 Uhr war das Feuer in der Dachgeschosswohnung ausgebrochen und hatte zwei Verletzte gefordert: einen 52-jährigen Bewohner, der von seinem Nachbarn aus der brennenden Wohnung gerettet wurde und schwere Brandverletzungen erlitt, und einen Feuerwehrmann, der wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden musste.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren am Dienstag mit etwa 100 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort. Der Einsatz konnte da aber noch nicht abgeschlossen werden.

Brandbekämpfung schwierig

Am Mittwochvormittag liefen die Löscharbeiten immer noch. Ein Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt aufgrund herunterbrechender Deckenteile schon nicht mehr möglich, wie Stadtbrandmeister Manuel Suhr unserer Redaktion erklärte. Das erklärte Suhr mit dem speziellen Dachaufbau. Unter der Isolation bildeten sich immer wieder Glutnester und Wärmeansammlungen, die sich verdichten und wieder entzünden, erklärte er. Das mache die Brandbekämpfung schwierig und langwierig.

Zehn Einsatzkräfte mit zwei Feuerwehrfahrzeugen waren am Mittwoch vor Ort. Gegen 15 Uhr schien der Brand vollständig gelöscht zu sein. Die Kräfte zogen sich zurück.

Feuerwehr muss erneut ausrücken

Doch der Frieden währte nicht lange. Gegen 18 Uhr musste die Feuerwehr wieder ausrücken, da erneut Flammen aus dem Dachstuhl schlugen.

Stadtbrandmeister Suhr informierte uns am Mittwoch gegen 20.40 Uhr vor Ort über die noch in der Nacht auf Donnerstag geplanten Maßnahmen.

Dach wird abgerissen

Das Gebäude werde mithilfe eines Baggers in Teilen abgetragen. Dafür müsse die NetzeBW die Oberleitungen kappen, da sonst die Zugkräfte auf die benachbarten Dachaufbauten für die Oberleitungen zu stark würden.

Die Talstraße werde wieder teilweise für den Verkehr gesperrt – so der Stand der Dinge am späten Mittwochabend.

Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Die Kriminalpolizei Rottweil ermittelt in alle Richtungen, hieß es am Mittwoch.