Ein Brand hat in der Nacht auf Freitag die Einsatzkräfte in Meßstetten beschäftigt. Foto: Jannik Nölke

Dichter Rauch, offene Flammen und zwei Verletzte: In Meßstetten ist in der Nacht eine Küche ausgebrannt. Die Feuerwehr war mit 58 Kräften im Einsatz.

In Meßstetten ist am frühen Freitagmorgen eine Küche in Brand geraten - mit erheblichen Folgen.

 

Die Feuerwehr wurde gegen 3.15 Uhr alarmiert, wie Einsatzleiter und Kommandant Ralf Smolle vor Ort berichtete. Beim Eintreffen drang dichter Rauch aus den Fenstern des betroffenen Obergeschosses. Zunächst war unklar, ob sich noch Bewohner im Gebäude befanden.

Insgesamt fünf Bewohner hatten sich bei Eintreffen schließlich selbst in Sicherheit bringen können - allesamt – nur leicht bekleidet und bei winterlichen Temperaturen. Sie alle wurden vor Ort vom DRK betreut. Fünf Bewohner im Alter zwischen zwölf und 38 Jahren wurden wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Eingeschaltete Herdplatte hat vermutlich Feuer verursacht

Der Brandherd befand sich in der offenen Küche der Wohnung. Nach ersten Erkenntnissen war eine Herdplatte eingeschaltet gewesen. Die gesamte Küchenzeile war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits stark in Mitleidenschaft gezogen, die Küche selbst nicht mehr nutzbar. 

Laut Ralf Smolle schlugen offene Flammen aus den Möbeln. Aufgrund der Brandintensität war das gesamte Stockwerk deutlich verraucht und beschädigt. Die Einsatzkräfte prüften zudem die Rückwand der Küchenzeile auf mögliche Glutnester.

Ein Trupp unter Atemschutz drang über den Innenangriff in die Küche vor und löschte die Flammen mit einem Rohr. Die enge Zufahrt erschwerte die Aufstellung der Fahrzeuge: Die Drehleiter musste vor dem Hilfeleistungslöschfahrzeug positioniert werden. Während des gesamten Einsatzes stand ein Rettungstrupp bereit.

Im Einsatz waren die Abteilungen Meßstetten, Hartheim und Heinstetten sowie die Führungsgruppe der Feuerwehr Meßstetten – insgesamt 58 Kräfte. Der Rettungsdienst war mit dem DRK-Ortsverein, mehreren Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort. Die Polizei war mit drei Streifenwagen und insgesamt sechs Beamten im Einsatz.

Die Küche brannte teilweise aus, ein Übergreifen auf weitere Räume konnte verhindert werden. Dennoch entstand im gesamten Obergeschoss erheblicher Sachschaden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Der Sachschaden dürfte sich einer vorläufigen Schätzung der Polizei zufolge auf etwa 100.000 Euro belaufen.