Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot von 18 Fahrzeugen beim Brand im Einsatz. Foto: Christian Klemm

In der Nacht auf Sonntag, 10. Mai, waren Feuerwehren aus vier Städten bei Hüfingen im Einsatz. Welche Folgen der Brand für Lidl-Filialen in der Umgebung hat.

Zwei Tage nach dem Großbrand im Lidl-Logistikzentrum bei Hüfingen steht fest: Der professionelle und koordinierte Einsatz der Feuerwehren konnte Schlimmeres verhindern.

 

Als am Samstag, 9. Mai, gegen 21.15 Uhr die Sirenen heulten, dauerte es keine fünf Minuten, und das erste Löschgruppenfahrzeug war vor Ort. Die Flammen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits vom brennenden Palettenstapel auf die Fassade übergegriffen und drohten, das Dach zu erreichen.

In Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren, darunter die Löschtrupps aus Bräunlingen, Donaueschingen und Blumberg, sowie alle Abteilungen aus Hüfingen, wurde der Löschangriff von drei Seiten in Angriff genommen, schreibt die Hüfinger Feuerwehr in ihrem Bericht. Nach rund einer Stunde konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden.

Unterstützt wurden sie von der Drohnengruppe aus Donaueschingen und dem ABC-Erkunder der Feuerwehr Villingen-Schwenningen. Auch der Rettungsdienst erschien mit zehn Helfern und drei Fahrzeugen vor Ort. Sowohl die Einsatzkräfte als auch die Verantwortlichen von Lidl trugen zum Erfolg der Schadensbegrenzung bei. So hebt die Hüfinger Feuerwehr die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden hervor, die die Einsatzkräfte durch routinierte Maßnahmen wie die Evakuierung, technische Unterstützung und die enge Abstimmung vor Ort unterstützt haben.

Enorme Hitze

Durch die enorme Hitze gab es einen leicht verletzten Feuerwehrmann mit Brandverletzungen, teilt die Hüfinger Feuerwehr mit. Weiterhin wurde niemand verletzt, wie es auch die Polizei bestätigt.

Das Zentrallager in Hüfingen ist Ausgangspunkt für die Versorgung zahlreicher Lidl-Filialen im südlichen Baden-Württemberg. Der Brand wird auf die Belieferung der Lidl-Filialen jedoch keinen Einfluss haben, so bestätigt es Christian Herzog von der Lidl-Pressestelle. „Durch den Brand an der Fassade des Tiefkühlgebäudes ist kein Warenschaden entstanden“, so Herzog. Zur Brandursache ermittelt die Polizei weiterhin.