„Die Töchter Liebelsbergs“ gastieren mit ihrem Musikkabarett im Simmersfelder Festspielhaus. Foto: Manfred Köncke

Die Mischung macht’s – das gilt auch für die dritte Spielzeit des Jahres im Festspielhaus Simmersfeld. Dabei ist einiges Neues. Und es wird wieder gemeinsam gesungen.

Kaum ist der Schlussbeifall der letzten von acht Aufführungen der erfolgreichen Sommertheater-Eigenproduktion „Ein Tanz. Und das Leben geht weiter“ verklungen, bereitet sich die Kulturwerkstatt Simmersfeld auf die dritte Spielzeit im Festspielhaus vor.

 

Sie beginnt am Samstag, 11. Oktober, mit einer Schlager-Lesung und endet am Dienstag, 30. Dezember, mit zwei Varietévorstellungen.

Das Programm liegt bereits gedruckt vor und wird rechtzeitig an verschiedenen Stellen im nahen und weiten Umkreis verteilt oder verschickt.

Zum ersten Mal dabei sind „Die Töchter Liebelsbergs“

Freuen dürfen sich die Zuschauer auf ein Wiedersehen mit bekannten Musikensembles wie „Voice“, „Los Santos“ und „Cabanàz“, und auf neue Formate. Das beginnt bereits am Samstag, 11. Oktober, mit der Lesung „Ein Lied kann Brücken bauen“ von Rainer Moritz, einem aus dem Südwesten Deutschlands stammenden Schriftsteller und Kritiker, der 20 Jahre das Hamburger Literaturhaus geleitet hat. Er präsentiert an diesem Abend Ohrwürmer, die einen Bezug zum „Ländle“ haben. Von „Weine nicht, kleine Eva“ der Flippers bis zu „Du hast mich tausendmal belogen“ von Andrea Berg ist alles dabei, was das Herz eingefleischter Schlagerfans schneller und höher schlagen lässt.

Zum ersten Mal dabei sind „Die Töchter Liebelsbergs“ am Samstag, 22. November, mit ihrem dritten Musikkabarett „Jetzt und hier“. Die Schauspielerinnen Birgit Heintel, Leonore Schöttle und Sara Mahle singen und spielen auf der Gitarre mitreißende und schräge Lieder, garnieren sie mit Humor, wollen Lebenslust versprühen und das Publikum zum Lachen bringen.

Eine Reise auf den majestätischen Kilimandscharo

Besonders ans Herz legen möchten die Programmmacher zwei Vorträge. Michael Giese, der beim diesjährigen Sommertheater Regie führte, fragt in „Ein Amerikaner in Marseille“, was der Maler Marc Chagall, der Autor Heinrich Mann und die korsischen Ganoven vom Vieux Port mit Marian Fry zu schaffen haben, der 1940 im Auftrag eines New Yorker Hilfskomitees in der französischen Hafenstadt unterwegs war.

Im Dia-Bericht am Sonntag, 9. November, nimmt Sven Rahlfs sein Publikum in Wort und Bild auf eine Reise auf den majestätischen Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, mit.

Neu ist unter der Überschrift „Die Bühne wartet auf Dich“ das offene Theatertraining an den Freitagen, 17. Oktober, 7. November und 5. Dezember. Was zählt, sind für die erfahrene Theaterpädagogin Daniela Brandmeier Neugier, Offenheit und ein bisschen Mut, aber keine Vorkenntnisse.

Etabliert hat sich das gemeinsame Singen

Auch in der dritten Spielzeit gibt es ein Wiedersehen mit der achtköpfigen Rock-Tribute-Band „Voice“ am Samstag, 21. Oktober, dem Country-Rock von „Los Santos“ mit Frontmann Stefan Kiss an Allerheiligen und „Cabanàz“, den Publikumslieblingen im Nordschwarzwald mit einem Mix aus Jazz, Latin und Funk am Samstag, 29. November.

Etabliert hat sich das gemeinsame Singen im Festspielhaus mit Dirigentin Bettina Zens und einer kleinen Musikgruppe. Angestimmt werden am 14. November und 12. Dezember Oldies, Schlager, Rock- und Poptitel sowie „alles, was sonst noch Spaß macht“, heißt es in der Vorankündigung.

Das Festspielhaus als Zirkus-Varieté-Zelt

An Kinder wird am 16. November gedacht mit dem Abenteuer „Der kleine Eisbär“ des Marotte-Theaters aus Karlsruhe. Im Mittelpunkt der Geschichte aus dem Hohen Norden steht ein Eisbärjunge, der auf dem Rücken des Vaters reiten, mit der Pfote Fische fangen, aber noch nicht schwimmen kann und auf einer Eisscholle ins Meer hinaustreibt.

Die dritte Spielzeit endet auch in diesem Jahr mit einem krönenden Abschluss, wenn sich das Festspielhaus am 30. Dezember zweimal in ein Zirkus- und Varietèzelt verwandelt mit Artisten, die durch die Luft fliegen und mit spektakulären Kunststücken aufwarten.