Blitz, Donner und Hagel statt närrischen Feierlichkeiten: Beim Wolfacher Umzug trotzten Teilnehmer und Zuschauer dem Wetter, doch das Festspiel musste abgesagt werden.
Zehn Jahre ist es her, dass Tief „Ruzica“ mit Sturmböen den Regen durch Wolfachs Innenstadt peitschte und der Narrenrat nach dem Festumzug das Festspiel aus Sicherheitsgründen kurzfristig cancelte.
Am Montag stellte Tief „Elli“ Zuschauer und Umzugsteilnehmer auf die Probe: Die Sonnenstrahlen des Mittags wichen zum Start des Umzugs Regen, der sich zu Hagel, Blitz und Donner steigerte. Nichtsdestotrotz hielten Teilnehmer wie Zuschauer triefend nass bis zum Ende durch. Noch länger im strömenden Regen auszuharren, das wäre aber weder auf noch vor der Bühne ein Vergnügen geworden, war sich der Kleine Narrenrat einig, und sagte das Festspiel „Wolfach hebt ab“ kurzfristig ab.
Aber immerhin: Auch der Umzug profitierte einmal mehr von den kreativen Kostümideen der Gruppen. Überdies bereicherten viele närrische Gäste den Festumzug: die Narrenzunft Hausach mit ihren Hansele und Spättlemadlees, die Narrenvereinigung Oberwolfach mit einer großen Schar an Lempi-Hexen, Wölfle, Serrengeistern und Schnitzpubern.
Und natürlich ließen sich auch die Wolfacher Hästräger nicht lumpen: Die Landsknechte zogen ein letztes Mal ihre Burg um die Stadt, ehe es 2027 eine neue geben soll. Und ganz vorn durften die Streifenhansel zum Geburtstag als eigene Gruppe hopsen.
Das wäre der Inhalt des Festspiels gewesen
Bürgermeister und Stadträte in Wolfach wollten sich „in nicht allzu ferner Zukunft“ in den Kopf setzen, mit Luftfahrt-Attraktionen die Tourismuszahlen rasant anzuheben. Allerlei mehr oder weniger taugliches Fluggerät sollte auf der eigens gebauten Landebahn präsentiert werden, ehe das Projekt als Schulden-Fiasko geendet hätte.