"Au Revoir" – auf Wiedersehen – darauf hoffen Freunde der gepflegten Konzertkultur nach dem Abschluss des Sommersounds VS mit Mark Forster am Freitag auf dem Messegelände in Schwenningen tatsächlich.
Villingen-Schwenningen - Es war ein Fest, wie die Doppelstadt es lange nicht erlebt hat: Livemusik in ganz großem Stil mit über 10 000 Besuchern auf dem Messegelände – und alles klappte wie am Schnürchen.
Dem Team um den Chef der Konzertagentur Karoevents war die Müdigkeit am Samstagmorgen, nach stressigen Festivalwochen non-stopp seit Mai, anzumerken. Bis 2 Uhr nachts hatte man in der Nacht auf Samstag angepackt, um dann am Samstagmorgen ab 6 Uhr beim großen Abbau gleich wieder die Ärmel hochzukrempeln. Doch ein Eindruck überwog nach alledem: riesige Freude nach vier gelungenen Festivaltagen.
Das A und O: keine Unfälle
"Es war überragend – gigantische Stimmung, gigantischer Platz mit riesiger Bühne mit einer perfekten Infrastruktur, perfektes Wetter, der Einlass hat super funktioniert. Die Leute waren super happy mit allem", Produktionsleiter Martin Müller von Karoevents fasst "einen rundum gelungenen Abend" in überschwängliche Worte. Doch das A und O vor allem anderen: keine Unfälle, keine Verletzungen und keine Ausschreitungen – "selbst das DRK hatte wirklich nur, glaube ich, ein oder zwei Kleinigkeiten", stellt er erleichtert fest.
Und auch Timo Fasching stellt dem Sommersound VS von Seiten des veranstaltenden Schwarzwälder Boten als Leiter des Verlagsmarketings Bestnoten aus: "Es war der perfekte Sommersound." Hinter den Organisatoren liegen "vier eindrückliche Sommersound VS-Konzerte, welche in der Doppelstadt für viel Begeisterung sorgten", zunächst mit Wincent Weiss am Freitagabend, The BossHoss am Samstag sowie den Fantastischen Vier auf dem Gelände des Druckzentrums Südwest "Auf Herdenen", wo der Schwarzwälder Bote gedruckt wird und damit Musik und Zeitungsproduktion zusammentrafen, danach mit dem Abschlusskonzert von Mark Forster als "grandioses Finale auf dem Messegelände".
Gemeinsam viel(e) erreicht
Es sei toll zu sehen, "was man gemeinsam mit viel Leidenschaft auf die Beine stellen kann", freut sich Timo Fasching, der auch die "tolle Zusammenarbeit" mit allen Akteuren betont – von Karoevents über die Bühnenbauer, Licht- und Tontechnik, Security, die Caterer, das DRK, die Polizei, die Sponsoren, die Messe Villingen-Schwenningen sowie verlagsintern.
Einen freudigen Rückblick gab es auch bei den Gastgebern des Mega-Events am Freitagabend. Messe-Leiter Tobias Ertl fand es im Gespräch mit unserer Redaktion "einfach toll", dass der Sommersound vom Messegelände aus erklungen ist und hier 10 000 Besucher eine atemberaubende Musiknacht erleben konnten. Nach entbehrungsreichen Jahren war die Euphorie auf allen Seiten nun groß.
Riesenglück in Sachen Corona
Ein Riesenglück bei alledem: Corona hat den Sommersound 2022 nicht tangiert und das trotz des Veranstaltungszeitraums "mitten in der Sommerwelle", wie Martin Müller erleichtert feststellt – "auch im Team und in den Produktionen gab es keinerlei Ausfälle". Wie glücklich man sich darüber schätzen darf, zeigt das Beispiel anderer Konzerte, die wegen der Pandemie erneut ausfallen mussten, weil dort das ganze Team in Quarantäne war.
Doch eine Frage schwebt für die begeisterten rund 20 000 Konzertbesucher nun über allem: "Erklingt der Sommersound auch 2023 wieder?" Dazu lassen sich die Organisatoren derzeit noch nicht in die Karten schauen, doch soviel sei verraten: Der Sommersound 2022 hat offensichtlich auch hier Lust auf mehr gemacht und in der Abwicklung des diesjährigen Festivals will man den Blick zeitnah auch in die Zukunft richten.
Die ganz nahe Zukunft bedeutet für das Team von Karoevents aber erst einmal: durchschnaufen. "Für uns war es das letzte Festival für dieses Jahr", erzählt Müller, "die Technik fährt noch eins weiter und der Bühnenbauer fährt noch bis Mitte September" – wohin die Reise 2023 geht? Vielleicht ja auf ein "Au Revoir" im Villingen-Schwenningen...