Mario Wehl (von links), Silas Barth, Heidi Kuhring und Anna-Maria Altmann freuen sich schon mächtig auf das „Easter Cross“ 2026. Foto: Schnekenburger

Am Osterwochenende gibt es nicht nur auf die Ohren, sondern auch besonderen Augenschmaus: Das „Easter Cross“ wartet mit einem bemerkenswerten Line-Up auf.

„Es wird cool“: Die Vorfreude steht Silas Barth ins Gesicht geschrieben, obwohl bis 4. April noch viel Arbeit wartet. Immerhin: Das Line-Up für das nächste „Easter Cross“-Festival steht. Und es kann sich sehen lassen.

 

Schon früh ist das Team dieses Mal ins Rennen gegangen. Tatsächlich gab es erste Bands für die 2026er-Auflage bereits im vergangenen Jahr, da war die Neckarhalle gefühlt noch gar nicht wieder besenrein. Und welches Paket da geschnürt werden könnte, war kaum absehbar.

Wollen Oberndorf erobern: „J.B.O“ Foto: Huckleberry King Media

So kommt es, dass die beiden Headliner ausdrücklich nicht nur was für Metalfans sind – die dabei aber auch auf ihre Kosten kommen. „J.B.O.“ am Neckar? Höchste Zeit! Immerhin feiert die Kulttruppe mit satt Musik, eben so viel Entertainment und dem legendären Hang zu Rosa ihren 37. Geburtstag. Am ersten Festivaltag, Karsamstag, 4. April, wird das Quartett als Headliner zu erleben sein.

„Wacken“-Hymne

Und auch den zweiten „Easter Cross“-Abend krönt ein Act, der musikalisch aus dem Vollen schöpfen kann – und dabei mit mehr als nur einem Augenzwinkern die Bühne rockt: „TBS“ – also „The Butcher Sisters“ – haben den Ruf, souverän ein Crossover aus Rap und Hardcore anzurühren, der ganz unterschiedliche Vorlieben bedient und dabei erstens gerne super unterhaltsam ist und zweitens ziemlich authentisch bleibt. Vergangenes Jahr haben die Jungs immerhin die „Wacken“-Hymne geliefert – im Chor mit Metal-Lady Doro.

Übrigens: Wer beim Stichwort „J.B.O.“ gerade einen kleinen Anflug von Nostalgie hatte: andere Musik, andere Schlagzahl, und noch einmal ein bisschen älter – auch „Rage“ haben ihr Kommen angekündigt. Die Powermetal-Helden aus NRW werden am Karsamstag direkt vor „J.B.O.“ zu erleben sein.

Klassiker und Entertainer

Doch der Reihe nach. Wer sich vor drei Jahren über soliden Metalcore-Mix mit ausgezeichneter Live-Performance aus dem Hause „Defocus“ gefreut hat: Voilà, die Aalener eröffnen das diesjährige „Easter Cross“. Handgemachten Alternative-Rock und Metal bringen dann „Stepfather Fred“. Gute Bekannte in Oberndorf sind „Necrotted“, die dieses Jahr mit ihrem neuen Album zu Gast sein werden. Melodiösen Death Metal liefern „Parasite Inc.“

Bevor „Rage“ die Bühne in der Neckarhalle entern, wollen die „Samurai Pizza Cats“ das Festival ein bisschen aufmischen. Die waren nicht nur schon auf Tour mit „TBS“, sondern versprechen auch über eine Personalie beste Unterhaltung: Daniel Haniß kennt man als Gitarristen von „Electric Callboy“ – und wer die Pizza Cats erlebt, hat diese Connection sofort auf dem Schirm.

Locals präsentieren zweiten LP

Den zweiten Tag beginnt „The Defect“ mit Electro Beats und Sängerin. Aus Mailand kommen „Stain the Canvas“, die kurz vor Jahreswechsel ihr neues Album mit poppigem Metal vorgestellt haben. Aus Rottweil wieder mit dabei sind „Avralize“, die auch mit ihrem im November veröffentlichten, zweiten Metalcore-Album „Liminal“ für Aufsehen sorgen.

Die Anfahrt für die „Butcher Babies“ ist ein bisschen länger: Sie bringen Groove-Metal aus den USA an den Neckar. Auf Tour sind sie dabei mit „Infected Rain“ aus Moldau, die den „Jinjer“-Fans unter den „Easter Cross“-Freunden einiges zu bieten haben.

Neu durchgestartet sind „The Browning“ um Johnny McBee. Die Trance- und Deathcore-Formation hat 2025 ein neues Album vorgelegt – und plant für 2026 ein überarbeitetes Remake ihres Debüts „Burn This World“. Die Easter-Cross-Besucher dürfen sich also doppelt freuen.

Und freuen dürfen sie sich schließlich auch auf California-Hardcore-Punk: Kult aus Orange County versprechen „Ignite“, die das Line-Up am Sonntag abrunden.

„Ausverkauft“ ist das Ziel

„Die Resonanz ist gut“, freut sich Barth, Vorsitzender der Oberndorfer Musikinitiative und seit bald eineinhalb Jahrzehnten zuständig fürs Festivalprogramm, über den Rückenwind zum wieder offener gewordenen Line-Up. Auch Amtsleiterin Heidi Kuhring – die Stadt ist Mitveranstalter – ist guter Dinge. „Fast generationenübergreifend“ sei das Programm dieses Jahr. Entsprechend zuversichtlich ist sie mit ihrer Kollegin Anna-Maria Altmann auch was den Vorverkauf anlangt: „Ausverkauft“ ist das Ziel.

Vorverkauf

Tickets für das Easter Cross 2026
gibt es online über www.easter-cross.de/tickets, bei der Stadt Oberndorf, Bäckerei Stemke auf dem Lindenhof „Musikbox“ Rottweil, bei den Kreissparkassen-Filialen im Landkreis Rottweil, im „Sonnenkeller“ Balingen, „Antisocial-Store“ Vöhringen, „Randaleshop“ in Schiltach-Hinterlehengericht, „Soundservice“ VS-Villingen, Jugendhaus Spektrum VS-Schwenningen,