Etwas Bildung näher bringt den Schrambergern Dietmar Gebert als Wickiepedia. Foto: Straub

Der Gesellenball stand ganz im Zeichen der Kindheitshelden. Pippi, Asterix und Harry Potter sorgten im Bärensaal für beste Stimmung – die Buben ernteten tosenden Applaus.

Pippi Langstrumpfs, Schlümpfe und Krümelmonster tummelten sich beim Gesellenball der Kolpingsfamilie.

 

Das „Festival der Kindheitshelden“ begann ganz traditionell mit dem Einmarsch der Stadtmusik sowie der Narren. Von jetzt auf gleich wurde im Bärensaal lauthals um Brezeln gesungen, Würste flogen über die Tische und kleine Besucher sammelten händevoll Schoklädle.

Gesang von Kindergarten aus der Talstadt

Weiter ging es mit einer Gesangseinlage den wohl ältesten Kindergartenkindern des Landes. Moritz Ragg und Matthias Krause stimmten das Publikum mit „Wir sind die Kinder aus Schamberg-Tal“ auf den programmreichen Abend ein.

Das richtige Ambiente wurde umgehend geliefert, die Bühne verwandelte sich kurzerhand in ein Festivalgelände mit Beer-Pong-Tisch, Zelt und einem Grill. Auch um Sicherheit hatten sich die Verantwortlichen gekümmert.

Arielle die Meerjungfrau wurde zur Beauftragten der Wasserqualität befördert, Bob der Baumeister wurde zum Baubeauftragten, Feuerwehrmann Sam sorgte für den nötigen Brandschutz und Pippi Langstrumpf machte die Security.

Das Festival konnte also mit dem ersten brandheißen – oder doch eiskalten? – Act starten.

Die Tänzerinnen des Kinderballetts flitzen als Eisköniginnen Elsa verkleidet über das Podium. Als dann noch drei Schneemänner mit von der Partie waren, gab es im Saal kein Halten mehr. Eine Zugabe wurde frenetisch verlangt und geliefert.

Rottweiler Römer werden besiegt

Humorvoll bekundete Thomas Neff mit Gitarre und Kochlöffel seine Liebe zum Grillen. „Hätte ich die Wahl zwischen saufen und chillen, ich würd’ grillen!“, sang er stolz und die Menge grölte mit.

Mindestes genauso fleischbegeistert zeigte sich die Gregorianikschola, die als Asterix, Obelix und Komparsen nach Wildschweinen jagte und nebenher noch die „Schramtaler Fasnet“ rettete.

Die Gallier und Tobse Doldele kämpften auf der Schiltach gegen Piraten, besiegten die Rottweiler Römer und befreiten Narrinix und Narronix.

Magische Tanzeinlage sorgt für ausgelassene Stimmung

Um den feierwütigen Schambergern auch etwas Bildung näher zu bringen, stellte Dietmar Gebert als Wickiepedia etwas seines Wissens zur Verfügung. So berichtete er von Friedrich Merz’ Charme, der dem eines Kontoauszugs gleicht, und Trump, der seit Jahren mit KI – kaum Intelligenz – arbeitet.

Das Kolping-Ballett sorgte mit einer zauberhaften Harry-Potter-Performance für Bombenstimmung. Mit Besen, Zauberstäben und Hogwarts-Schuluniformen wirbelten die Tänzerinnen über die Bühne.

Musikalisch zeigten danach die Panzerknacker auf, dass es in Schamberg nichts zu holen gibt. Mit Augenmasken verkleidet sangen sie von großen Plänen und leeren Stadtkassen.

Die Stimmung explodierte komplett, als das Buben ihre diesjährige Nummer präsentierten. In Bach-Na-Fahrer- und Hansel-Häs marschierten sie ein – nur die Hosen fehlten. Auf der Bühne flogen die Geldscheine, der Bärensaal flippte aus.

Eine Zugabe durfte nicht fehlen, dafür entledigten sie sich gleich allem, außer Zuber und Unterhosen. Es gab Standing Ovations, doch die viel geforderte zweite Zugabe mussten die Buben auslassen – mehr Kleidungsstücke konnten sie nicht mehr entbehren. Die Tanzband „Cockpit“ sorgte die restliche Nacht für ausgelassene Stimmung.