"Bellevues Wall-Band" um den Höfener Gitarristen Jochen Volz war eine der ersten Bands, die im Rahmen des allerersten "Festi-Walls" 2016 auftraten. Foto: Bechtle (Archiv)

Seit 2016 gibt es das "Festi-Wall für ein friedliches Miteinander". In diesem Jahr findet das Festival vom 21. September bis zum 30. November.

Bad Wildbad/Oberes Enztal - Seit 2016 veranstaltet der Verein Menschen Miteinander/Interkultureller Garten Oberes Enztal das "Festi-Wall für ein friedliches Miteinander. Bereits damals sagte Hubertus Welt: "Wir wollen mit dem Festi-wall positive Kräfte stärken, Herzen öffnen, Vorbehalte, also Mauern, überwinden helfen, Diskussionen anstoßen und Begegnungen ermöglichen, ohne auf Konfrontation zu gehen." Seither findet das Festi-wall alle zwei Jahre statt. Das bislang letzte "Festi-Wall für ein friedliches Miteinander" musste im Herbst 2020 aufgrund der neuesten Corona-Beschränkungen zur Halbzeit abgesagt werden.

Der Name "Festi-Wall" ist dabei Programm. Denn die etwas andere Schreibweise des Wortes Festival ist bewusst gewählt. Das englische Wort "Wall", also Mauer, steht "für die Idee, die Mauern im Kopf aufzuweichen", sagt Hauptorganisator Hubertus Welt beim Pressetermin.

In abgespeckter Form

In diesem Jahr finde das "Festi-Wall" in etwas abgespeckter Form statt, weil man keine Fördergelder erhalten habe. Bislang sei das Projekt vom Sozialministerium unterstützt worden – in diesem Jahr habe es aber gar keine entsprechenden Programme gegeben.

Dennoch hat der Verein – auch in Zusammenarbeit mit einigen Pforzheimer Organisationen, dem Verein Ehemalige Synagoge in Horb-Rexingen und dem Arbeitskreis Menschen Miteinander in Dornstetten – ein ansehnliches Programm auf die Beine gestellt. Los geht es am Mittwoch, 21. September in der Pforzheimer Schlosskirche St. Michael. Dort gibt es einen Vortrag mit dem Titel "Zeitenwende für die Friedensethik?". Am selben Tag hält der Rottenburger Oberbürgermeister Stephan Neher einen Vortrag im Dornstetter Bürgersaal zum Thema "Sicherer Hafen Rottenburg".

Ausstellung in Aichelberg und Wildbad

Im Enztal geht es dann am Freitag, 23. September, los mit der Wanderausstellung "Man wird ja wohl noch sagen dürfen". Die Ausstellung zu demokratiefeindlicher, menschenverachtender Sprache ist zunächst bis zum 25. September in der evangelischen Kirche in Aichelberg zu sehen, vom 26. September bis zum 6. Oktober dann in der Wildbader Filiale der Sparkasse Pforzheim Calw.

Eine geschlossene Veranstaltung gibt es am 26. September für Schüler der Fünf-Täler-Schule. Das Regionentheater aus dem schwarzen Wald spielt das Stück "...ich fühle mich wie Anne Frank" mit anschließender Diskussion zwischen Schauspielern, Schülern und Lehrern.

Ein weiterer Höhepunkt soll das Konzert mit Nima Farahmand Bafi werden. Der Iraner spielt am 25. November im Ludwig-Hofacker-Haus in Bad Wildbad "Weltmusik" von Klassik über israelische bis zu iranischer Musik.

Dazu gibt es bis zum 30. November weitere Vorträge, Lesungen und zwei "Weltessen", je eines in Höfen und in Enzklösterle. Mehr zum Programm gibt es auf Flyern, die der Verein herausgegeben hat sowie im Internet unter https://menschenmiteinan der.wordpress.com.