Ortsbegehung des Ortschaftsrats in der Turn- und Festhalle: Die Sanierungsarbeiten sind gut verlaufen, aber es steht noch einiges an, bis es so ist, wie man es sich vorstellt. Foto: Willi Zimmermann

Die Handwerker nutzten die Ferienzeiten, um die Renovierung in Angriff zu nehmen. Jetzt hat sich der Ortschaftsrat Pfaffenweiler vor Ort ein Bild vom Baufortschritt gemacht. Ein durchaus positives Fazit der Arbeit zog Martin Straßacker zum Jahresausklang.

Alles ist noch nicht fertig, aber vom Foyer bis ins Untergeschoss mit Toilettenanlagen und Ausgang zum Bolzer sind gefliest. Dabei wurden die sport- und schulfreien Zeiten im Sommer und Herbst genutzt. Verputz- und Malerarbeiten werden demnächst erfolgen. Fertig ist auch die Garderobe und der dortige Zugang zur Küche. Die Garderoben sind ausziehbar und die Theke ist flexibel gestaltbar, die Küchentür ist breiter und besser befahrbar als bisher.

 

Möglichkeiten zur Neugestaltung der Wand mit dem Eingang zur Halle erläuterte Dominick Häßler von der Schreinerei HK2. Er empfahl eine Verkleidung mit Echtholzfurnier, es diene dem Schallschutz im Foyer, und ein heller Anstrich der augenblicklichen Holzwand werde voraussichtlich die jetzige Lasur immer wieder durchscheinen lassen.

In der Sitzung vergab der Ortschaftsrat die externe Grünflächenpflege für 2024 bis 2027. Fünf Angebote wurden angefragt, drei Angebote gingen ein. Die Gebote gingen stark auseinander, trotz identischer Ausschreibung, von 7000 über 10 000 bis zu 30 000 Euro. Das liege daran, wie man die Quadratmeter-Arbeitspflege definiert. Der feste Rhythmus sieht einen zweimaligen Mähvorgang vor, die Mahd kann überwiegend liegen bleiben. Auch gilt es, Sträucher zurückzuschneiden. Der Neubrunnenbach muss ebenfalls zwei Mal jährlich gepflegt werden, die Mahd ist aus dem Bachbett zu entfernen. Bisher habe dies um die 12 000 Euro gekostet, teilte Ortsvorsteher Martin Straßacker mit. Die Arbeiten wurden an die Firma Limberger in Grüningen vergeben.

Kabelstrang blind in den Gehweg verlegt

Die Erdarbeiten für die Breitbandverlegung in der Jura-Straße vom Verteilermast bis zum Verteiler im Tannhörnle führte ein privater Mobilfunkanbieter aus, hatte Straßacker in Erfahrung gebracht. Die Anlieger wurden angeschrieben und konnten so versorgt werden. Ein Kabelstrang wurde blind in den Gehweg verlegt. Vectoring sei in Pfaffenweiler ausbaufähig, erkundigte sich Straßacker. Allerdings lasse es sich augenblicklich über einen Zeitraum von zwei Jahren wirtschaftlich nicht abbilden. Ihm gegenüber sei der Begriff Kannibalisierung auch verwendet worden für das Anbietersegment.

Die etwas schlechte Ausleuchtung der Bushaltestelle im Oberdorf sei nicht so ohne weiteres zu beheben, hatte sich Straßacker kundig gemacht. Zwar seien auf der anderen Seite zwei Straßenlaternen, deren Lichtkegel aber nicht ausreicht. Es sehe so aus, als könnte das Problem nur mit anderen Leuchten gelöst werden, was aber mit erheblichen Aufwendungen verbunden wäre. Da die Wartenden nicht ganz im Dunklen stehen, sei seines Erachtens die Lage nicht so prekär, dass dieser Aufwand betrieben werden sollte. Der Grund für die Verringerung der Öffnungszeiten der Sparkassenfiliale sind die zurückgehenden Kundenbesuche, hatte Straßacker in Erfahrung gebracht. Es ist ein Rückgang von 65 Prozent auf 1450 Personen in den Jahren 2020/22 als noch 2019 in der Zeit vor Corona.

Geschwindigkeitsmessung ortsauswärts in Richtung Herzogenweiler

Es gab eine Geschwindigkeitsmessung außerhalb der Ferien ortsauswärts in Richtung Herzogenweiler kurz nach der Bushaltestelle. Die Messung habe man erst kurz vorher erkennen können, also könne man das Ergebnis als repräsentativ bezeichnen, so Straßacker. Es wurden 510 Fahrzeuge gemessen, davon mussten sieben beanstandet werden.

Man habe in den vergangenen neun Jahren im Ortschaftsrat einiges umsetzen können, zog Straßacker zum Jahresausklang ein durchaus positives Fazit. Es könne sich sehen lassen, was geleistet wurde, auch dicke Bretter konnten gebohrt werden. Straßacker betonte, dass man bei der Umsetzung der Projekte auch sehr motivierte Mitarbeiter in den Fachämtern hatte.