Wenn alles nach Plan läuft, wird in zwei Jahren die neue Halle in Gauselfingen stehen. Dann zieht auch die Ortsverwaltung in den neuen Komplex. Was mit dem alten Rathaus dann passiert, haben wir Ortsvorsteherin Silvia Roos gefragt.
Die neue Festhalle in Gauselfingen beschäftigt die Behörden bereits seit Jahren. Ortsvorsteherin Silvia Roos gibt im Gespräch mit unserer Redaktion ein Update und berichtet, was aus dem bisherigen Rathaus werden könnte.
Wird die neue Halle einmal stehen, zieht die Gauselfinger Ortsverwaltung ebenfalls in den neuen Komplex. Dieser soll, wenn alles nach Plan läuft, im ersten Halbjahr 2027 fertiggestellt werden.
„Wir befinden uns in den letzten Abstimmungen und hoffen, dass wir noch in diesem Jahr den Spatenstich vornehmen können“, sagt Roos. Sie schaut mit einem strahlenden und einem weinenden Auge auf den bevorstehenden Umzug in das neue Gebäude.
Das Gebäude wird abgestoßen
Der Umzug der Ortsverwaltung ist nötig, da das aktuelle Rathaus mittlerweile in die Jahre gekommen ist. „Wir haben hier so gut wie keine Isolierung, vieles ist nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Roos.
Sanierung nicht so einfach
Warum dann nicht sanieren? Das ist leichter gesagt als getan. Das Gebäude – 1974 erbaut – steht unter Denkmalschutz. „Sanierungen sind da nicht so leicht umsetzbar und vor allem besonders teuer“, sagt die Ortsvorsteherin.
Sie vermisst an dieser Stelle Unterstützung seitens der Denkmalschutzbehörden. „Von dort wird kommen enorm hohe Anforderungen, aber wenig finanzielle Unterstützung“, kritisiert Roos. Welche Gemeinde könne sich so eine umfangreiche und komplexe Renovierung noch leisten?, fragt sie.
Das Gebäude wird, sobald die Verwaltung umgezogen ist, abgestoßen. Sollte eine Privatperson ein gutes Angebot machen und eine entsprechende Summe auf den Tisch legen, dann werde man das Gebäude womöglich verkaufen. „Mein Wunsch wäre, dass jemand das Gebäude kauft und beispielsweise ein Museum oder Ähnliches darin errichtet“, sagt Roos.
Förderverein sucht nach Nutzungsmöglichkeiten
Gleichzeitig befasst sich laut Aussagen der Ortsvorsteherin bereits ein Förderverein mit der Zukunft des Gebäudes. Denkbar wäre, dass die Vereine das Haus als Lager nutzen. Diese Gedankenspiele stecken noch in den Kinderschuhen und sind noch nicht konkret.
Bei allem Verständnis für den Umzug wird es Roos nicht leicht fallen, das Gebäude irgendwann zu verlassen. „Es ist eben dennoch unser Rathaus. Ich fühle mich hier sehr wohl, und auch in der Bevölkerung genießt das Gebäude hohes Ansehen.“ Bis es so weit ist, werden aber noch mindestens zwei Jahre vergehen.