Vizepräsidentin Eva-Maria Münzer vom Landesverband Badisches Rotes Kreuz in Freiburg (Mitte) überreichte an die Bereitschaftsleiterin Sissi Hofmeier-Duttlinger (links) und Bereitschaftsleiter Lars Braun (rechts) die Henry-Dunant-Plakette mit der Urkunde: „In dankbarer Anerkennung für 125 Jahre im Dienst der Menschlichkeit“. Foto: Stefan Heimpel

Das DRK Vöhrenbach feierte am Sonntag sein 125-jähriges Bestehen – mit einem Festbankett, Grußworten und einem Nachmittag für die Bevölkerung.

Als „unverzichtbaren Teil unseres Gemeinwesens“ bezeichnete Bürgermeister Heiko Wehrle das DRK Vöhrenbach bei dem Festbankett zum 125-jährigen Bestehen.

 

Das DRK Vöhrenbach feierte am Sonntag mit einem kleinen Festbankett mit geladenen Gästen im DRK-Heim in der Villinger Straße seinen großen Geburtstag. Am Nachmittag war dann die Bevölkerung eingeladen, mit dem DRK gemeinsam zu feiern.

Beim Festbankett begrüßte Bereitschaftsleiterin Sissi Hofmeier-Duttlinger die Gäste. Dabei zeigte sie sich stolz, welche Leistung das DRK mit seinen 14 aktiven Mitgliedern und den neun Mitgliedern des Jugendrotkreuzes vollbringen kann. Das DRK Vöhrenbach repräsentiere Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft. Das große Engagement der Helfer vor allem beim „Aushängeschild Helfer vor Ort“ sei bemerkenswert. Allein im vergangenen Jahr waren die Helfer ehrenamtlich zu 150 Notfällen im ganzen Stadtgebiet unterwegs.

Zu diesem Jubiläum gratulierte Vizepräsidentin Eva-Maria Münzer vom Landesverband Badisches Rotes Kreuz in Freiburg. Sie überbrachte auch die Grüße vom Präsident des Landesverbandes, der Geschäftsführung und dem ganzen Präsidium. Es sei bemerkenswert, dass in Vöhrenbach die ersten Helfer im Jahr 1900 ihre Arbeit noch zu Lebzeiten des Initiators des Internationalen Roten Kreuzes Henry Dunant begannen. Mit viel Mut und Kreativität habe sich das DRK Vöhrenbach 125 Jahre lang bewährt. Besonders würdigte sie die kluge Entscheidung, dass im vergangenen Herbst das DRK Vöhrenbach sich nun als Bereitschaft dem Kreisverband Donaueschingen angeschlossen hat.

Neue wichtige Aufgaben für das Deutsche Rote Kreuz

Sie zählte die vielen Dienste auf, die von dieser „aktiven Gemeinschaft“ erbracht werden vom Helfer vor Ort über den Sozialdienst bis zur Blutspende und dem Jugendrotkreuz. Auf das Rote Kreuz kämen immer wieder neue wichtige Aufgaben zu, beispielsweise bei den zunehmenden Unwettern oder auch der kritischen Sicherheitslage in Europa. In den kommenden Jahren werde es hier neue große Herausforderung geben, auf die man sich aktuell vorbereite. Anschließend überreichte sie an die Bereitschaftsleitung die Henry-Dunant-Plakette mit Urkunde.

Bürgermeister Heiko Wehrle hob in seinem Grußwort die Verlässlichkeit und Solidarität mit dem großen ehrenamtlichen Engagement hervor, und dies „gestern, heute und auch in Zukunft“. Er sei stolz auf einen solchen professionellen engagierten Verein und überbrachte den „tief empfundenen Dank“ der Stadt für 125 Jahre Menschlichkeit mit einer kleinen Jubiläumsgabe.

Besonders hob er das Engagement des DRK in der schweren Corona-Zeit hervor, als hier über Wochen die Teststation betrieben wurde. Auch er bewertete den Zusammenschluss des Ortsvereins mit dem Kreisverband Donaueschingen positiv.

Zweitälteste Verein im Kreisverband

Ein Grußwort kam auch vom Vorsitzenden des Kreisverbandes Donaueschingen Armin Hensler, der betonte, dass Vöhrenbach der zweitälteste Verein im Kreisverband sei und damit ein unverzichtbarer Bestandteil. Kreisgeschäftsführer Tobias Rosenstiel betonte, man brauche gerade im DRK „Macher, die anpacken. Also Menschen die mehr tun als ihre Pflicht“.

Am Nachmittag folgten viele Bürger der Einladung des DRK und ließen sich im Vereinsheim verwöhnen. Foto: Stefan Heimpel

Ein Grußwort kam auch von der Landtagsabgeordneten Martina Braun aus Linach, die unter anderem berichtete, dass die Landesregierung aktuell das Rettungsdienstgesetz bearbeite, um die Arbeit der Helfer zu vereinfachen.

Am Nachmittag folgten dann viele Bürger der Einladung des DRK und ließen sich im Vereinsheim verwöhnen. Gleichzeitig gab es viele Informationen über die Arbeit des DRK, deutlich gemacht beispielsweise auch an ausgestellten Fahrzeugen.