Die Maria hat jetzt ihren Platz im Fels. Zu sehen sind Alois Göppert (von links), Rathauschef Matthias Litterst und Dekan Johannes Mette. Foto: Walter Kopf

Auf einer Lichtung im Forst wurde der Abschluss eines ungewöhnlichen Projekts gefeiert. Knapp 100 Menschen waren vor Ort. Auch musikalisch wurde etwas geboten.

Trotz der eher widrigen Wetterverhältnisse ist die Einweihungsfeier des Sandsteinfindlings mit der dazugehörigen Marienstatue geglückt. Etwas mehr als 90 Menschen seien am frühen Sonntagnachmittag zum Platz am Totenruhstein im Schuttertäler Wald gekommen, berichtete der Initiator des Projekts, Alois Göppert, im Gespräch.

 

„Die Besucher waren bunt gemischt“, so Göppert. Aus der Region Lahr, der Ostalb und sogar von der Ostsee waren Menschen zu der Feier gekommen, freute sich der Dörlinbacher.

Auf der kleinen Lichtung auf dem Bergrücken gab es neben einer kleinen Bewirtung auch musikalische Begleitung. Eine Gruppe von Sängern des Chores Lauschangriff sang die Stücke „Das Glöcklein“ und „Ave Maria der Berge“. Letzteres passte zu der Madonnenstatue, die nun in der kleinen Felsgrotte des tonnenschweren Sandsteins ihren Platz hat.

Dank an die vielen Helfer

Nach einer Begrüßung und einigen Worten des Schuttertäler Bürgermeisters Matthias Litterst wurde der Stein und die Maria gesegnet. Dafür war Dekan Johannes Mette von der Seelsorgeeinheit „An der Schutter“ gekommen.

Bei der Feier wurde auch den Helfern gedankt. „Mein Bruder Josef und seine Frau haben mich sehr unterstützt. Auch meine Neffen, Enkel und Patenkinder waren dabei“, so Göppert. Ein Dank ging auch an die Gemeinde, insbesondere an den Bauhof. Dieser stand bei den Arbeiten tatkräftig zur Seite und stellte verschiedene Werkzeuge zur Verfügung.

Historischer Ort

Der Sandstein mit der Madonna steht am Totenruhstein-Platz. Bis 1656 wurden die Toten von Dörlinbach in ihrem Sarg über den Bergrücken hinab nach Ettenheimmünster gebracht, um sie dort zu begraben. Um auf dem beschwerlichen Weg zu rasten, stoppte man am „Totenruhstein“, einem kleineren viereckigen Sandstein, auf dem der Sarg abgestellt wurde. An dem Ort führt der Wanderweg „Alter Kirchweg“ vorbei.