Hochbetrieb herrschte am Wochenende im Eckenweiler Backhaus, wo von fleißigen Frauen- und Männerhänden die traditionelle "Eckenweiler Zwiebelberda" hergestellt wurde. Foto: Ranft

Nach zweijähriger Corona-Pause wurde das "Zwiebelberdafest" in Eckenweiler am Wochenende zum Renner schlichtweg.

Rottenburg-Eckenweiler - Die Besucher stürmten am späten Samstagnachmittag regelrecht das Festgelände rund um das "Backhäusle" in Massen. Um 15 Uhr war der offizielle Beginn, um 16 Uhr wurden auf dem Festgelände, obwohl großzügig mit Zelten, Tischen und Bänken ausgestattet, Sitzplätze bereits zur Mangelware.

Feuerwehr spielt federführende Rolle

Zum 36. Mal veranstalteten Sportverein, Obst- und Gartenbauverein und die Freiwillige Feuerwehr dieses Fest, aber so einen Besucheransturm wie am Samstagnachmittag gab es noch nie. Da der SSV Eckenweiler in diesem Jahr bedingt durch das "Gäupokalturnier" fußballerisch beschäftigt war, sprang die Feuerwehr federführend ein und deren Abteilungskommandant Philipp Dahlhaus kam am frühen Samstagabend schon mal ins Grübeln, ob das zur Verfügung stehende Verpflegungsmaterial auch reiche.

"Wir haben großzügig gerechnet, aber eben nicht mit so einem Ansturm", meinte er gegenüber unserer Redaktion. Ob es nun an der "Original Eckenweiler Zwiebelberda" lag, oder an den erträglichen sommerlichen Temperaturen, sei einmal dahingestellt. Die Zeit, ein paar Minuten auf die Bedienungen zu warten – so hatte es zumindest den Anschein – hatten viele Besucher nicht. Und so kam es rein zwangsläufig zu langen Schlangen an der Kasse, dem Verkaufsstand und vor dem Backhäusle.

Freiwillige Helfer haben Schwerstarbeit zu verrichten

Die freiwilligen Helfer in den Ständen und im Backhäusle, die in mehreren Schichten arbeiteten, hatten jedenfalls Schwerstarbeit zu verrichten. Auch der Eckenweiler Ortsvorsteher Jörg Heinzelmann war sich nicht zu schade, dafür eine Schicht am Zapfhahn anzutreten.

Zu den kulinarischen Genüssen an diesem Wochenende zählte aber nicht nur die nach altem Rezept hergestellte "Zwiebelberda", die reißenden Absatz fand, sondern auch deftiges vom Schwein in Form von Schälripple, auch "Eckenweiler Gartenzäunle" genannt. Wer wollte, der konnte sich aber auch an einer Festwurst gütlich tun.