Karl Dieter Hofer wirkte schon beim Bau des Backhauses mit und ist mittlerweile auch ein Meister am Holzofen. Foto: Lothar Schwark

Ein fröhliches Fest, das viele Besucher anzog, stellte die Dorfgemeinschaft Grüntal-Frutenhof auf die Beine, um das neue Backhaus gebührend einzuweihen. Und da kam natürlich auch der Holzofen zum Einsatz.

Mit einem großen Einweihungsfest feierte die Dorfgemeinschaft Grüntal-Frutenhof auf dem Schulhof die offizielle Einweihung des neuen Backhauses.

 

2022 war mit dem Bau begonnen worden. Ab Herbst vergangenen Jahrs folgten die ersten Backversuche, so der Grüntaler Karl Dieter Hofer, der den Bau über die gesamte Zeit begleitet hatte, im Gespräch mit unserer Redaktion.

In der Lernphase galt es, sich langsam an den neuen Ofen und dessen Eigenschaften heranzutasten, um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen. Nachdem die Holzofenbrote so waren wie gewünscht, folgte gemeinsam mit dem Ortschaftsrat der Entschluss, den Ofen mit einem Einweihungsfest offiziell in Betrieb zu nehmen. Das Wetter spielte an beiden Tag mit. Die Organisatoren verzeichneten einen großen Besucherandrang.

Symbolische Übergabe

Ortsvorsteher Willi Armbruster begrüßte zur symbolischen Schlüsselübergabe eine große Zahl von Ehrengästen, darunter Oberbürgermeister Julian Osswald, Bürgermeister Wolfgang Fahrner, den neu gewählten Oberbürgermeister Adrian Sonder, Pfarrer Daniel Müller, Vertreter des Ortschaftsrats, der Banken, Sponsoren sowie Vertreter der am Bau beteiligten Firmen und Handwerker.

Symbolisch überreichte Oberbürgermeister Julian Osswald (rechts) den Schlüssel für das neue Backhaus an Ortsvorsteher Willi Armbruster (links) und Karl Dieter Hofer. Foto: Lothar Schwark

„Brot backen ist eine Kunst für sich“, sagte Ortsvorsteher Armbruster. Und zudem mache gutes Brot viele Menschen glücklich. Armbruster dankte der Dorfgemeinschaft Grüntal-Frutenhof und allen Helfern, die den Bau unterstützt haben und das Fest ausrichteten. Für OB Osswald ist das neue Backhaus ein Symbol für eine funktionierende Dorfgemeinschaft. Brot werde zwar regional unterschiedlich gebacken, aber überall verstanden.

Lob für den Ortsvorsteher

Ein besonderes Lob von Osswald ging an Armbruster, der mit seiner Hartnäckigkeit dieses Projekt mit ermöglicht und auch sonst viel für Grüntal- Frutenhof geschaffen habe. Osswald gratulierte allen zu einem wunderschönen neuen Backhaus. Gute Arbeit hätten Ofenbauer Bernd Wetzel und Gipser Rainer Harr geleistet, so Osswald. Allein die Arbeiten am Ofen hätten Monate gedauert.

Das vollständige Anheizen des Ofens dauert rund zweieinhalb Stunden, berichtete Hofer. Nach einer Ruhephase wird die Asche ausgeräumt – der Ofen wird mit einem Stahlbesen ausgefegt.

Auch die Frauen hatten beim Einweihungsfest für das neue Backhaus allerhand zu tun, damit die zahlreichen Besucher nicht hungrig bleiben mussten. Foto: Lothar Schwark

28 Brotlaibe haben bei einem Backgang Platz. Je nach Temperatur kann auch Flammkuchen, Pizza oder Hefezopf und Kuchen verarbeitet werden. Darüber wacht auch Ralf Haug aus Frutenhof, der das Bäckerhandwerk erlernt hat. Gut an kam bei dem zweitägigen Fest auch die Spezialität „Dinnede“. Zur Unterhaltung am Samstag spielte fröhlich die Band „Luft und Blech“.

Nach dem Gottesdienst am Sonntag trug der Musikverein Wittlensweiler zur Unterhaltung bei. „Jeden zweiten Samstag im Monat wird gebacken“, so Armbruster. Und der Ofen sei oft ausgebucht.