Ob „Käfer“, „Kadett“ oder Wiesmann: In Epfendorf bezaubern die automobilen Schätzchen gleichermaßen. Und bei der Ausstellung zum 200. „Krone“-Jubiläum kann man noch einiges lernen.
Zu einem Dorffest mutierte das Oldtimertreffen am Sonntag in Epfendorf, war doch an allen Ecken entlang der Adenauerstraße etwas geboten und zu bestaunen.
Die Oldtimer standen natürlich im Mittelpunkt. So konnte man nicht nur den Citroën Rosalie 7 UA von 1936 mit seinen 36 Pferdestärken bewundern. Zahlreiche Modelle vieler Marken waren im Ort verteilt. Die Besucher konnten sich nicht entscheiden, welche der herausgeputzten Raritäten wohl die außergewöhnlichste sei.
Dabei standen nicht nur Nobelkarossen, wie beispielsweise der Wiesmann MS 565 mit seinen 530 PS, am Fahrbahnrand. Das Käfer-Cabrio von 1971 präsentierte sich ebenso stolz wie der kleine Piaggio-Transporter von Giovanni Bordelli aus Napoli oder der Opel Kadett, wie ihn viele selbst noch gefahren haben.
Technik und Essen kommt gut zusammen
Aber auch Motorräder und eine Vielzahl von Traktoren waren nach Epfendorf gekommen, um angemessen präsentiert zu werden, den Puls der Oldtimerfreunde zu erhöhen – und um zu Fachgesprächen zu animieren.
Vereine sorgten für Speis und Trank, und auch andere Institutionen hatten Stände aufgebaut, um die vielen Besucher zu bewirten. Das Gerätehaus der Feuerwehr war geöffnet, die Floriansjünger servierten Rote, Pommes und einen Schweinebraten mit Spätzle und Salat. Zielspritzen für die Kleinen war angesagt. Für musikalisch gute Stimmung im Ort sorgten die „Ofaschlupfer“.
Die Familie Sauter nahm das Jubiläum „200 Jahre ‚Krone‘ Epfendorf“ zum Anlass, mit einer liebevoll gestalteten Ausstellung an die Geschichte Epfendorfs zu erinnern, und auch Bürgermeister Mark Prielipp erfuhr hier von Johannes Sauter einiges über die Vergangenheit der „Krone“.
Mit seiner Prognose, dass man mit einer Besucherzahl von 500 bis 800 rechne, lag Georg Fischinger übrigens völlig daneben: Es waren wesentlich mehr Gäste, zumal sich auch das Wetter besserte und viele Durchreisende anhielten, um am bunten Treiben im Dorf teilzunehmen.
Der Besinnungsweg lud zu einer Wanderung ein, und auch das Café Heimatliebe hatte seine Pforten geöffnet.