Die Landjugend Brigachtal freut sich auf die Kreissonnwendfeier, die bald stattfinden wird. Foto: Schimkat

Die Brigachtaler Landjugend freut auf die 21. Kreissonnwendfeier, die sie auf der Wiese neben dem Festplatz ausrichtet. Das Fest findet am Mittwoch, 21. Juni, ab 17 Uhr statt.

Alle 17 Landjugenden im Kreis wurden eingeladen, und alle haben zugesagt. Während der Musikverein im Zirkuszelt die Bühne für den Musik-Sommer aufbaute, war die Landjugend schon dabei, ihr Bewirtungszelt neben dem großen Zelt aufzubauen. Aber neben aller Vorbereitung für ihr eigenes Fest unterstützt die Landjugend auch den Musikverein, sowohl beim Zeltaufbau als auch bei der Bewirtung.

Zug zur Festwiese

„Unser Fest beginnt am längsten Tag, am 21. Juni ab 17 Uhr im und um das große Festzelt. Um 20.30 Uhr beginnt der große Umzug ab der Spitalgasse/Mühlengasse“, erläutert Laura Wehinger, Schriftführerin der Landjugend. Alle Landjugenden tragen ihre Tracht und in der Hand eine Fackel. Sie folgen dem Musikverein über die Bahnhofstraße bis zur Wiese neben dem Festplatz, wo eine beeindruckende Holzpyramide aufgebaut wurde. Die Pyramide wurde mit Christbäumen wie eine Weihnachtsgans gestopft, diese werden von den Landjugenden mit ihren Fackeln angezündet, und dann wird das Feuer schnell hoch lodern. Vor dem Anzünden werden noch kurze Reden gehalten. Die Feuerwehr stehe bereit und beriesele den Boden und die umstehenden Bäume mit Wasser, denn: „Es genügt, wenn die Pyramide brennt“, meint Laura Wehinger.

Fünf Würfel aus Baumstämmen

Fünf Würfel aus Baumstämmen wurden präzise vorbereitet. Die fünf Würfel werden mit einem Kran aufeinander gesetzt, wobei jeder Würfel etwas kleiner ist, um die spitz zulaufende Pyramide zu erreichen. „Das Holz hat uns die Gemeinde aus dem Brigachtaler Wald gestiftet“, sagt Laura Wehinger.

Nach dem Fest ist vor dem Fest, denn nach der Sonnenwendfeier geht es auf das Kreis-Erntedankfest zu, das vom 29. September bis 2. Oktober in St. Georgen von der Landjugend Brigach ausgerichtet wird. Es ist das 62. Kreiserntedankfest, im vergangenen Jahr wurde es in Bräunlingen gefeiert.

Foto: Hella Schimkat

Die Landjugenden erhalten alle das gleiche Motto für ihre Wagen, die sie dann selbst gestalten, so, wie sie das Motto interpretieren. Jede Landjugend stelle einen Schiedsrichter, erklärt Laura Wehinger. Bei der Bewertung gehe es darum, wie die Schilder geklebt sind, wie sich die jungen Männer und Frauen präsentieren und natürlich wie das Motto umgesetzt wurde. Im vergangenen Jahr gewann die Brigachtaler Landjugend den ersten Preis.

Prag-Fahrt zum Lohn

Nach dem Dorffest, an dem die Landjugend ebenfalls teilnimmt, wird mit dem Wagenbau begonnen. Man müsse am Ball bleiben, um nicht auf den letzten Metern in Hektik zu verfallen, weiß Laura Wehinger aus Erfahrung. Der Lohn für ein arbeitsreiches Jahr sei dann eine mehrtägige Fahrt nach Prag, vermutlich im November, „mit dem Doppeldecker-Bus, wenn wir genügend Leute sind“, freut sie sich schon jetzt.