Auf dem Foto von links: Bürgermeister Micha Bächle, Edeltraud Guse, Lioba Kritzer und Ulrich Mehnert. Foto: Dabgobert Maier

Seniorenzentrum blickt bei Feier auf 25+1 Jahr zurück. Auch der neue Anbau bietet Grund zur Freude und wird feierlich eingeweiht. Was das Haus in Bräunlingen besonders macht.

Das „25 +1“-Jubiläum und die Einweihung des neuen Anbaues durch Pfarrer Martin Schäuble waren der Anlass für einen sehr gut besuchten Tag der offenen Tür mit Festcharakter am Samstag im und um das Seniorenzentrum. in Bräunlingen.

 

Ein Quartett der Stadtmusik, die Familie Blenkle und die Singgruppe die „Scherenschleifer“ sorgten für eine musikalische Unterhaltung bei schönem Wetter.

„Ulrich Mehnert und Lioba Kritzer sind zwei sehr engagierte Bürger von Bräunlingen, die ich heute mit der Landesehrennadel auszeichnen darf“, sagte Bürgermeister Micha Bächle bei der besonderen Ehrung im Rahmen des 25 + 1-Jubiläums des Seniorenzentrums. Beide seien eng mit dem ehemaligen Krankenhaus und dem heutigen Seniorenzentrum verbunden. „Sie sind Macher und Aktivposten, die nicht nur zuschauen, sondern anpacken“, sagte Bächle weiter.

Beide sind mehr als 25 Jahre im Vorstand des Fördervereins aktiv mit dabei. Viele Ideen und Anschaffungen im Haus tragen ihre Handschrift. Mehnert führt den Verein schon über 25 Jahre, und für Kritzer sei die Caféteria seit jeher eine Herzensangelegenheit. „Beide sind wichtige Motoren des Fördervereins“, so Bächle.

Motoren des Fördervereins

Die beiden Geehrten seien „das Gesicht des Vereins“ und haben die Geschichte des Fördervereins Seniorenzentrum in all den Jahren stark mitgeprägt, unterstrich die stellvertretende Vorsitzende Edeltraud Guse nach der Ehrung. „Das Seniorenzentrum ist eine wichtige Einrichtung für unsere Stadt und die Region. Wir sind froh, eine solche Einrichtung bei uns zu haben“, sagte Bächle bei seiner Jubiläumsansprache.

Guter Besuch beim Tag der offenen Tür, bei dem die Scherenschleifer für musikalische Unterhaltung sorgten. Foto: Dagobert Maier

  

Der frühere Bürgermeister Jürgen Guse erinnerte in einigen Worten an die Problematik vor rund 25 Jahren, als es darum ging, das damalige Krankenhaus beim Spitalplatz zu erhalten. Viele Belegärzte praktizierten im Haus, das eine hohe emotionale Verbundenheit mit Bräunlingen gehabt habe. Trotz mehrerer Maßnahmen konnte nicht verhindert werden, dass das Krankenhaus trotz etlicher medizinischer Möglichkeiten und der hohen Bedeutung für die Gemeinde geschlossen werden musste.

Aus Klinik wird Pflegeheim

So kam die Möglichkeit auf, ein Pflegeheim zu eröffnen, das eigenständig blieb und durch den Zweckverband gut gestützt wurde. Guse erinnerte an die von Lioba Kritzer organisierten Sonntagsmädchen, die jahrelang ehrenamtlich tätig waren. Betriebsträger wurde damals die AWO, und der Förderverein, der zwei Jahre vorher gegründet worden war, übernahm die Caféteria. „Das hat sich in den Jahren gut bewährt, denn alle, die mithalfen, waren mit Herzblut dabei“, so Jürgen Guse. Guse dankte Micha Bächle, der seit seinem Amtsantritt „einen wichtigen Fokus auf das Seniorenzentrum“ gelegt habe.

Dank an Jürgen Guse

Vorsitzender Ulrich Mehnert blickte auf die Anfänge des Fördervereins zurück, der damals ein zartes Pflänzchen war und nun zu einem großen Baum herangewachsen sei. Er dankte Jürgen Guse, der sich sehr stark für die Krankenhausalternative Seniorenzentrum eingesetzt habe. Es sei schön zu sehen, wie das Haus angenommen werde und durch viele Veranstaltungen, bis hin zum Cegospiel und den Musiknachmittagen, viel Abwechslung ins Haus bringe. „Ich bin mit dem Vorstandsteam des Fördervereins sehr zufrieden“, sagte Mehnert, der die ehrenamtlichen Mitarbeiter sehr lobte. „Es läuft gut im Förderverein.“

Das Seniorenzentrum

Das Seniorenheim mit 30 Pflegebetten wurde offiziell im Januar 2000 an den damaligen Betreiber die AWO übergeben. Schon Ende 1999 kamen die ersten Bewohner ins Haus. Der Zweckverband trägt das Seniorenzentrum. Mitglieder des ZV sind die Städte Bräunlingen und Hüfingen, die Caritas und der Förderverein. Die Feier des 25-jährigen Bestehens wurde wegen des Erweiterungsbaus um ein Jahr verschoben.