Gut gefüllt sind die Zuschauerränge als Lokalmatador Niklas Krieg mit Quater Past reitet (oben). Immer mit ein Höhepunkt, die Fohlenauktion am Samstagabend (unten links). Sandra Hauch (links) und Sibylle Roth machen es sich im Liegestuhl bequem.Das Donaueschinger Wahrzeichen, die Türme der Stadtkirche, sind als Hindernis im Parcours beim Championat der Stadt Donaueschingen dabei. Im Sattel der für das Reitzentrum Frese startende Michael Herhalt und sein Chacco Foto: Müller

Erstmals gibt es Preis der Stadt Donaueschingen. 3600 Besucher sind pro Tag zugelassen.

Donaueschingen - Eine Pandemie mit neuen Varianten und eine Großveranstaltung wie das Fest der Pferde – funktioniert das? Ja, mit ausgeklügeltem Hygienekonzept, den berühmten drei Gs, einem cleveren bargeldlosen Bezahlsystem, keinen wilden Partys und am Ende auch mit vernünftigen Besuchern, wie in den vergangenen vier Turniertagen auf den Immenhöfen.

Man merkte, die Region ist heiß auf Reitsport und Großveranstaltungen. Immerhin waren 3600 Besucher pro Tag zugelassen und die galt es zu handhaben. Denn die Leute kamen. Zu lange war groß nichts mehr geboten, und das sonst so publikumsträchtige Reitsportspektakel zog die Besucher an. Ein lauschiger Sponsoren- und Reiterempfang am Donnerstagabend im Garten der Familie Frese kam gut an. Auch hier galt: geimpft, getestet oder genesen.

Auch am Freitag wollten die Besucher Reitsport pur genießen. Allerdings veranlasste hier eine Unwetterwarnung dann doch den einen oder anderen, auf das Abendprogramm, das aus einem Flutlichtspringen bestand, zu verzichten. Dennoch waren die beiden großen Gastrozelte sehr gut besucht, alle mit dem gebührenden Abstand.

Bestes Reit- und Ausflugswetter

Der Samstag bescherte dann neben bestem Reit- auch perfektes Ausflugswetter. Volle Ränge, viele Ausflügler oder einfach Reitsportinteressierte pilgerten zum Reitzentrum Frese. Trotz längerem Anstehen an den Kassen, wo auch gleichzeitig Impfpässe, Genesenen-Nachweise oder aktuelle Corona-Tests geprüft werden mussten: Das nahmen die Besucher in Kauf. "Lieber etwas länger zu einer größeren Veranstaltung anstehen, als nach so langer Zeit des Verzichts zu Hause zu bleiben", brachte es eine Familie auf den Punkt.

Und eine Krise birgt auch Chancen, so entschied sich die Stadt Donaueschingen im Vorfeld, für die nächsten drei Jahre als Sponsor mit einzusteigen. So wurde am Samstagnachmittag erstmalig in der über 20-jährigen Geschichte des Fests der Pferde der Preis der Stadt Donaueschingen ausgetragen. Eigens dafür wurde das Hindernis mit den Türmen der Stadtkirche auf das Reitzentrum gekarrt, standesgemäß wollte man auch optisch die kleine Baar-Metropole repräsentieren. Am Ende sollte sich der Aufwand gelohnt haben, auch wenn sich das Wetter am Sonntag eher schmuddelig präsentierte.

Das Fest der Pferde am zurückliegenden Wochenende in Donaueschingen war geprägt vom Spitzenspringsport. Doch auch die Flutlichtspringen und die Fohlenauktion sorgten programmtechnisch für etwas Normalität in Corona-Zeiten. Drei Tage spielte auch der Wettergott mit, aber ausgerechnet am Finalsonntag störte dann der Regen etwas die vorherrschende gute Stimmung auf dem Turniergelände.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: