Blasmusik in allen Facetten wurde beim Sommerfest der Lyra Bittelbronn geboten. Der Musikverein aus Witterhausen bestach zudem mit feinem Gesang im Duett Foto: Bäurle/Max Bäurle

Drei Tage beste Stimmung herrschte auf dem Bittelbronner Festgelände beim Sommerfest des Musikvereins „Lyra“. Zum Auftakt war beim Weinfest war Blasmusik Trumpf. Tags darauf wurde dann auf Pop und Rock umgeschaltet.

Über ein fast volles Zelt freute sich der Musikverein Bittelbronn am Freitag bei seinem Blasmusikabend beziehungsweise Weinfest mit den Musikkapellen aus Witterhausen, Bierlingen und Sulz.

 

Den Anfang machte der Musikverein aus Wittershausen . Er hatte die Festbesucher gleich auf seine Seiten mit einem fetzigen Medley deutscher Schlager („Anita“, „Eine neue Liebe“, „Fiesta Mexicana“). Aber auch Märsche und Polkas beherrschte die Kapelle natürlich. Emotional berührend war das Lied „Nessaja“ aus dem Peter-Maffay-Musical „Tabaluga“ und dank einer tollen Xylofon-Einlage atemberaubend schnell das Stück „Erinnerung an Zirkus Renz“.

Der Musikverein aus Wittershausen Foto: Bäurle/Bäurle

Eines der Highlights: Beim Beatles-Klassiker „Hey Jude“ – das Dank seines eingängigen Refrains in eine mehrminütige Verlängerung ging.

Da wollte sich der Musikverein aus Bierlingen nicht lumpen lassen. Er legte mit dem dynamischen, Marsch „Allgäuland“ los und hatte das Publikum, damit gleich auf seiner Seite. Die lässige, hin- und her schunkelnde und mit dezenteren Passagen versehene „Almtaler Polka“ brauchte sich danach ebenfalls nicht zu verstecken, ebenso wenig wie der Marsch „Gruß aus Bierlingen“.

Es folgten noch mehrere schön gespielte Stücke wie „A Bavarian Crossover“, die „Böhmische Liebe“ oder das Powerstück „On Fire“.

Das Publikum hatte seine Freude an den musikalischen Darbietungen. Foto: Bäurle/Max Bäurle

Außerdem bot der MV Bierlingen bekannte Lieder aus Trick- und Kinderfilmen an wie die Erkennungsmelodie der Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“, ein Titel aus dem „Dschungelbuch“ oder die bekannte Melodie der „Gummibärenbande“. Hier schlängelte sich eine Polonaise durchs Zelt. Beim NDW-Hit „Sternenhimmel“ gingen auf der Bühne und im Publikum die Arme nach oben und alle sangen lauthals mit. Vor allem gegen Ende dieses Auftritts kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr: beim „Böhmischen Traum sang “ fast das ganze Zelt voller Inbrunst mit Der Ansager des MV Bierlingen sorgte immer wieder Lacher.

„Deutsche Bahn“ lautete zum Bespiel seine Antwort auf die Frage nach der chinesischen Übersetzung des Wortes „Verspätung“. Den Abschluss machte zu später Stunde der Musikverein aus Sulz.

Bierkrug leeren mit langen Strohhalmen war eines der Spiele. Foto: Bäurle/Max Bäurle

Rund um die Auftritte der Kapellen fanden lustige Spiele statt. Beim ersten Spiel galt es für jeweils sechs Mitglieder der Orchester einen mit Kinn und Halse eingeklemmten Tennisball weiterzureichen. Beim zweiten Spiel mussten je fünf Wettstreiter mit Strohhalmen einen Bierkrug leeren, und schließlich versuchte beim dritten „Spiel“ ein Akteur auf der Bühne mit einer lustigen Anekdote oder einem Witz das Publikum zum Lachen zu bringen.

Partyband „Karaboom“ hält das Stimmungslevel hoch

In der Addition der Spieldisziplinen lag die Stadtkapelle aus Sulz vorne und freute sich über einen Präsentkorb.

Am Samstag ging das Fest mit dem Auftritt der Partyband „Karaboom“ aus Stetten am kalten Markt weiter, und am Sonntag spielten rund um den Frühschoppen und den Mittagstisch sowie am Nachmittag die Blasmusikorchester aus Irslingen und Baisingen auf.