Die beiden Ferienzaubermacher Reiner „Archie“ Armleder (links) und Festival-Geschäftsführer Mike Wutta freuen sich auf die 36. Auflage des Rottweiler Ferienzaubers. (Archiv-Foto) Foto: Siegmeier

Bald geht der Ferienzauber wieder los. Was man nicht verpassen darf, und was bei der Organisation immer schwieriger wird – Mike Wutta verrät es uns.

Die Vorbereitungen für die 36. Auflage des Rottweiler Ferienzaubers laufen auf Hochtouren. Drei der fünf Veranstaltungen im Kraftwerk sind bereits ausverkauft. Die gut 130 Helfer sind bestens gelaunt und warten darauf, dass es endlich losgeht. Geschäftsführer Mike Wutta ist mehr als zufrieden, wie er sagt. Dies lässt auch MUM-Vereinsvorsitzender Reiner „Archie“ Armleder ausrichten, der zur Zeit des Interviews im Urlaub weilt.

 

Wie ist die Stimmung so kurz vor dem Start?

Sehr gut. Die Struktur, die wir jetzt für den Ferienzauber haben, mit dem Start vor Ferienbeginn im Kraftwerk und die Fortsetzung dann am Wasserturm, die passt optimal. Da tun wir uns auch leichter mit dem Booking, da die Leute da noch nicht im Urlaub sind. Und wir brauchen das Publikum im Kraftwerk, um das Festival am Wasserturm querfinanzieren zu können. Und wir haben sehr gute und große Künstler wie Amy Macdonald oder Nico Santos, die noch nie hier waren. Ich freue mich schon sehr.

Mittlerweile gibt es immer mehr Festivals, wird es da schwerer zu bestehen?

Wir stellen eher eine Konsolidierung fest. Es ist eine Phase, in der man aufmerksam sein muss. Man darf nicht zu viel Eintrittsgelder verlangen. Aber auch die Getränke und Speisen im Biergarten dürfen nicht zu teuer sein. Wir möchten ja auch, dass die Leute öfter kommen. Die große Unbekannte am Wasserturm ist das Wetter.

Apropos Preise. Alles wird teurer, wie sieht es da beim Ferienzauber aus?

In der Tat steigen die Preise spätestens seit der Pandemie stetig, nicht nur für Speisen und Getränke, sondern auch für Infrastruktur. Die können wir aber nicht alle komplett weitergeben. Den Bierpreis mussten wir in diesem Jahr deswegen moderat erhöhen. Aber wir haben eine Idee: Wir suchen Bierkönige, das sind Sponsoren, die für Freitag oder Sonntag 1500 Euro bezahlen, oder 900 Euro für einen Tag von Sonntag bis Donnerstag. Dann hat an diesem Abend für alle Biergartenbesucher das Bier den alten Preis von vier Euro. Zwei Bierkönige haben wir schon. Interessierte können sich noch melden. Zehn insgesamt wären klasse. Wir haben am Wasserturm aber jeden Abend kostenfreies Programm.

Was hat das Festival am Wasserturm alles zu bieten?

Wir haben wieder viele Musiker dabei, die jedes Jahr da sind, diesmal zum Teil aber an anderen Wochentagen, bewährt ist natürlich auch unser Spieleland für die kleinen Besucher, die neue Bar, die wir vergangenes Jahr erstmals hatten, hat sich bewährt, die wird es diesmal wieder geben, ebenso den Kinder-Flohmarkt, den Sparkassen-Familientag, das Weißwurst-Frühstück und vieles mehr. Man kann sich wieder richtig wohlfühlen!

Und was ist Ihr persönliches Highlight?

Ich freue mich auf Amy Macdonald, aber auch auf die Zeit am Wasserturm, die Zeit für Menschen, für Begegnungen und gute Gespräche bedeutet. Dann finde ich den Spirit im Team klasse, das auch in diesem Jahr wieder hochmotiviert ist. Und klasse finde ich auch, dass hinter dem Festival mit dem MuM-Verein noch immer ein Verein steht, mit viel Kontinuität im Vorstand und der sich sehr stark engagiert.