Reiner „Archie“ Armleder hatte in alten Zeitungsartikeln gestöbert und erinnerte beim Sponsorenempfang an viele schöne Momente der vergangenen 35 Jahre. Foto: Siegmeier

Reiner „Archie“ Armleder und Geschäftsführer Mike Wutta halten beim Sponsorenempfang am Wasserturm Rückschau und sprechen über die Ideen für die Zukunft des Festivals.

35 Jahre Ferienzauber. Mit nur einem Jahr coronabedingtem Ausfall. „Das ist wahrlich eine Leistung“, wie die Festivalmacher Mike Wutta und Reiner „Archie“ Armleder am Dienstagabend beim Sponsorenempfang unter dem Wasserturm deutlich machten, und das, ohne sich selbst zu loben.

 

Das weit über die Grenzen der Stadt bekannte und beliebte Festival unter dem Wasserturm und im Kraftwerk wird von vielen getragen. 50 000 Besucher hat das Festival in „generationenübergreifender Verbundenheit“, wie Mike Wutta hervorhob, vergangenes Jahr verzeichnet. Den zweitgrößten Beitrag zur Finanzierung der Großveranstaltung leisten dabei die 42 Sponsoren und Partner. 200 000 Euro, 20 Prozent mehr als 2022, haben sie im vergangenen Jahr beigesteuert. Größter Posten ist die Gastronomie, wo die Einnahmen bei 324 000 Euro lagen, wie Wutta erläuterte. 182 000 Euro kamen über Ticketverkäufe rein, 46 000 Euro, steuerte die Stadt Rottweil bei. So lagen die gesamten Einnahmen bei 752 000 Euro.

Griff in die Rücklagen

Nach Abzug sämtlicher Ausgaben klaffte dennoch ein Loch in Höhe von 24 000 Euro in der Kasse. Noch habe man Geld aus den Rücklagen entnehmen können, doch man müsse sich auch Neues überlegen und Mut beweisen.

Mike Wutta gibt Einblicke in die Zahlen des Festivals. Foto: Siegmeier

„Mut haben wir über all die Jahre bewiesen und der hat sich immer wieder ausgezahlt“, so Wutta. Während man in früheren Jahren mit dem Biergarten und den Veranstaltungen am Wasserturm die Acts im Kraftwerk unterstützt habe, sei dies mittlerweile andersherum. „Die Infrastruktur hier oben ist keinesfalls kostengünstig“, sagte Wutta.

Reiner „Archie“ Armleder hatte Zeitungsartikel längst vergangener Jahre zusammengetragen und erinnerte an viele schöne Erlebnisse beim Ferienzauber, machte aber auch auf die Aufs und Abs aufmerksam, die man – Dank der vier Vorstände, des aus 25 Personen bestehenden ehrenamtlichen Teams, und den zwölf Ressortleitern stets wohlüberlegt und mit immer guten Ideen gemeistert habe. Nicht zu vergessen die gut 150 Helfer an Getränkeausgabe, Spülküche, Deko, Kinderprogramm und manchem mehr. „Die machen alle einen Bombenjob“, lobte Wutta.

Seit 35 Jahren wird am Ferienzauber unter dem Wasserturm in generationenübergreifender Verbundenheit gefeiert. Jedes Alter hat hier seinen Spaß. Foto: Siegmeier

Nun gelte es mit neuen Ideen in die nächsten Jahre zu blicken, die mit der Landesgartenschau und der Vorbereitung darauf, seiner Ansicht nach, vielerlei Möglichkeiten eröffnen würden. „Bis 2028 ist es nicht mehr lange. Die Frage ist, was man vielleicht gemeinsam mit der Stadt machen kann und welche Möglichkeiten sich ergeben, den Ferienzauber auch für die nächsten Jahre abzusichern, denn der Ferienzauber ist ein Lebensgefühl und wir laden alle ein mitzumachen“, so Wutta abschließend.

Dass das Festival bestens ankommt, zeigen nicht nur die drei ausverkauften Veranstaltungen im Kraftwerk, sondern auch der hervorragend besuchte Biergarten am Wasserturm, wo 17 Tage lang kostenlose Konzerte und kostenloses Kinderprogramm stattfinden.

Die Flamenco-Fiesta mit der Gruppe „Rumbalea“ am Dienstagabend passte jedenfalls hervorragend zu den sommerlichen Temperaturen.