Die Strecke der zweiten Meßstetter Ferienwanderung führte unter anderem über den neuen Dorfplatz in Hossingen und an der renovierten Pfarrkirche vorbei. Foto: Wysotzki

An den Rand des Höllwaldes und zum Dreispitz führte die Ferienwanderung in Hossingen, die sich in mehr als nur einer Hinsicht als spannend erwies.

Schon im Vorfeld spannungsgeladen war die zweite Ferienwanderung, die ihren Anfang an der Hossinger Turn- und Festhalle nahm – und zwar wegen des Wetters: Tagsüber brannte starke Hitze und ein heftiges Gewitter spielte mit seinen Muskeln.

 

Aber es löste sich alles in Wohlgefallen auf: Zu Beginn der Wanderung, welche die Hossinger Ortsgruppe im Schwäbischen Albverein konzipiert hat, herrschten für die rund 100 Wanderer angenehme Temperaturen, der Regen war verschwunden und hinterließ kaum nasse Flecken.

Von Wanderführerin Andrea Bodmer geleitet, zog die Schar am Rathaus vorbei, querte die Durchgangsstraße und gelangte zum Schmuckstück Dorfplatz unterhalb der renovierten Pfarrkirche.

Das heimelige Kirchenwegle führte im weiteren Verlauf über Wiesenwege Richtung Heimberg. Auf landwirtschaftlichen Wegen und einem schönen Blick zurück nach Hossingen erreichte die Schar den Wanderparkplatz Heimberg.

An einem Grenzstein treffen sich drei Gemeinden

Der weitere Weg führte an den Rand des Höllwaldes mit seinen teils mächtigen Fichten. Revierförster Thomas Holl erklärte, wie überraschend weit sich die Tieringer Gemarkung hinziehe und wie nah sie der Hossinger Bebauung komme.

Ein drei Gemeindemarken markierender Grenzstein am Zugang des Gräbelesberg befindet sich viereinhalb Kilometer von der Tieringer Kirche entfernt; zur Hossinger Ortskirche sind es nur 1,7.

Etwa 100 Wanderer waren gekommen, die sich unterwegs unter- und miteinander austauschten.

Die Fichte aber, prophezeite Holl, werde in den nächsten 50 Jahren aufgrund der klimatischen Veränderungen aus den heimischen Wäldern verschwinden; stattdessen werde Mischwald gefragt sein.

Ruhebänkler sind in einem Bücklein fotografisch verewigt

Ein weiteres Zwischenziel stellte der Dreispitz dar. Hier haben die Eigentümer eine Ruhebank errichtet, zu der auch ein Buch gehört. Darin sind jene Ruhebänkler abgebildet, die sich hier fotografieren und dem Eigentümer einen Abzug zusenden.

Durch das Hossinger Tal gelangte die wandernde Gruppe zum Radweg an der Straße nach Tieringen. Nachdem der Lerchenbühl fast umrundet war, führte der restliche Weg zur die Turn- und Festhalle zurück.

Beim abendlichen Vesper sorgten die Burtales Buaba Freddy Knorr und Werner Groß für musikalische Unterhaltung. In der Turn- und Festhalle hatte der Hossinger Albverein eine Bastelecke für Kinder eingerichtet, in der es nur so glitzerte und funkelte.

Als nächstes wird in Tieringen gewandert

Die dritte Ferienwanderung findet am Mittwoch, 7. August, in Tieringen statt. Vom Kohlraislehaus führt der Weg zunächst zur Schlichemquelle und dann über die Hochfläche und über das Naturschutzgebiet Hülenbuchwiesen zum Albtrauf.

Sehenswert ist der Aussichtspunkt Schinderlucke. Am Berghof und dem Unterdorf des Feriendorfs vorbei geht es zurück zum Ausgangspunkt, wo gemeinsam gevespert wird.