Das große Tuch – unverzichtbares Requisit jeder Waldheimfreizeit Foto: Birgit Bech

In Tailfingen gibt es zwei Waldheimfreizeiten, von denen jede zwei Wochen dauert.

Genau wie in Ebingen steht auch auf dem Tailfinger Waldheim traditionell die Einsegnung des Mitarbeiterstabs am Anfang einer jeden Sommerfreizeit – und auch in Tailfingen war am Sonntagnachmittag Tag der offenen Tür.

 

Der Freizeitablauf ist der gleiche wie im vergangenen Jahr: Anders als in Ebingen gibt es in Tailfingen zwei Freizeiten, eine in den ersten beiden vollen Ferienwochen und eine in der dritten und der vierten Ferienwoche. An jeder nehmen rund 230 Kinder teil – macht zusammen über 450. Die 230 der ersten Freizeit sind in 15 Gruppen aufgeteilt; die jüngsten Teilnehmer, die „Waldheim-Zwerge“, sind vier Jahre alt, die ältesten, die „Jung-Mitarbeiter“ oder „Jumis“ 15 – sie sind bereits auf dem Sprung und werden ganz behutsam auf die Mitarbeiterrolle und den „Seitenwechsel“ im kommenden Jahr vorbereitet, wenn sie nicht mehr betreut werden, sondern selber betreuen.

In Paris sind Olympische Spiele – in Tailfingen auch

In Paris haben die Olympischen Spiele begonnen – in Tailfingen auch. Die Waldheimfreizeiten stehen ganz im Zeichen von Olympia, und Olympia bedeutet bekanntlich Internationalität – „die Jugend der Welt“ trifft sich zum sportlichen Wettstreit. Die 15 Waldheimgruppen haben deshalb verschiedene Länder zugeordnet bekommen, und auch in den biblischen Erzählstunden weitet sich der geografische Horizont: „Servus Paulus“ lautet das Motto – wer die Briefe des Apostels kennt, weiß, dass er zu seiner Zeit weit herumgekommen ist und die Welt, in seinem Fall die Mittelmeerländer, kannte wie wenige andere. Passt doch bestens zu den fünf olympischen Ringen.

Gesungen wird in Tailfingen natürlich auch; jeden Nachmittag um 16.30 Uhr ist Singstunde. Die Tailfinger Waldheimkinder werden wie gewohnt einen Tag im Badkap verbringen; im Falle der ersten Freizeit ist es der Samstag, 3. August. Höhepunkt der Freizeit verspricht das Elternfest am Mittwoch, 7. August, zu werden; am Freitag, 9. August, steht der Schlussgottesdienst in der Pauluskirche an. Und am Montag, 12. August, schlägt dann bereits der Gong zur zweiten Runde.