20 junge Fußballtalente, davon drei Mädchen, freuen sich auf die anstehenden Wettbewerbe. Foto: Peter Morlok

Der FC Göttelfingen bot beim Ferienprogramm genau das Richtige für fußballbegeisterte Kinder. Sie durften sich mal so richtig am Ball austoben.

„Fußball ist unser Leben, der König Fußball regiert die Welt“, sangen vor vielen Jahre die damaligen Stars der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

 

Für ein paar Stunden galt dieses Motto auch für 20 Kinder, alle zwischen sechs bis elf Jahre jung und aus der Gesamtgemeinde Eutingen, die sich am Freitagnachmittag im „Olympiastadion Göttelfingen“ zu einem fußballerischen Mehrkampf der besonderen Art trafen.

Zum 20. Mal bot der FC Göttelfingen im Rahmen des Ferienprogramms allen fußballbegeisterten Kids die Möglichkeit, sich mal so richtig mit und ohne Ball gemeinsam mit Gleichgesinnten auszutoben.

20 junge Fußballartisten

20 Fußballartisten unterschiedlichen Alters nahmen in diesem Jahr pünktlich zum Bundesligastart an dieser Fußball-Olympiade teil. Es waren auch drei Mädchen unter den gemeldeten Nachwuchskicker, die den Jungs auf dem Rasen ganz schön Paroli bieten konnten.

Die ausländischen Stars, also die aus Weitingen, Rohrdorf und Eutingen, kamen mit dem Mama- und Papa-Taxi angereist, und manche Eltern gaben ihren Kids noch ein paar gute Tipps mit auf den nachmittäglichen Weg, bevor sie den sportlichen Nachwuchs, teilweise schweren Herzens und nach mehrmaligem Nachfragen, ob das auch so in Ordnung sei, in die Obhut von Jugendtrainer Joachim Gölz, der als Organisator dieser Olympiade die Fäden in der Hand hielt, und seiner Assistenten Niklas Pfeffer und Tom Pintilie übergaben.

Mit Vollspann in Richtung Tor Foto: Peter Morlok

Cheforganisator Gölz begrüßte kurz nach 14 Uhr die Teilnehmer, erklärte die einzelnen Übungen und dass jede Gruppe für sich selbst verantwortlich ist und die Ergebnisse sorgfältig in die bereitliegende Liste eintragen müsse. Als dann die Bälle ausgeteilt wurden, gab es kein Halten mehr. Erst mal rumrennen und ein bisschen kicken, halt ein bisschen austoben, bevor man daran dachte, sich ernsthaft mit den einzelnen Übungen zu befassen.

In mehrere Gruppen aufgeteilt ging es kurz darauf auch schon los. Der jeweilige Mannschaftskapitän hatte die Oberherrschaft über das Klemmbrett, auf dem der Zettel hing, auf dem die Punkte, die man sich an den zehn Stationen erkämpfen konnte, eingetragen werden mussten.

Insgesamt war bei dieser 20. Göttelfinger Fußballolympiade wie all die Jahre zuvor Grundschnelligkeit für rasante Dribblings, ein gutes Auge beim Zielschuss, Körperbalance und Ballgefühl beim Bälle jonglieren oder Treffsicherheit bei der Übung „Torschuss mit Gefühl“ gefragt. Dribbeln um die Kollegen Schweini und Co. beim Weltmeister-Slalom, den es bereits seit der ersten Olympiade gibt, schulten Balance und Gleichgewicht, und das Zielschießen auf kleine Tore und das Doppelpass-Spiel mit der Tribüne erforderten Geschick und Konzentration.

Mehr als nur Gebolze

Besonders das Zielschießen auf die kleinen Tore konnte zur kniffeligen Angelegenheit werden. Wer nur ins Tor traf, bekam einen Punkt und wer, wie im echten Leben, vorbeischoss, bekam sogar drei Punkte. Die Treffer in die sehr begrenzte Torfläche verlangten ein gutes Auge und eine ausgefeilte Schusstechnik, bei der nicht unbedingt auf die Schusskraft ankam. Kraft war dagegen beim „Einwurf-Weitwurf“ gefragt. Nicht nur Gebolze oder Rumrennen waren angesagt, sondern in den zehn Einzeldisziplinen war das fußballerische Gesamtpotenzial versteckt, das man braucht, um einer der ganz Großen zu werden.

Sich nur dem olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ zu begnügen, kam den zukünftigen Möchtegern-Profis gar nicht in den Sinn. Jeder wollte Fußball-Olympia-Sieger werden, und entsprechend groß war auch der Ehrgeiz. Und am Schluss wurde jedem dieser Wunsch erfüllt, denn es gab nur Gewinner und keine Verlierer.