Katharina D’Angelo (links) und Alicia Mauscherning (rechts) zeigen, wie aus Pappröhren Instrumente entstehen. Im Hintergrund bastelt Irina Hilser mit Kindern Kastagnetten. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Kreativ ging es im Ferienprogramm zu: Aus Abfall- und Alltagsmaterial bastelten Kinder ihre eigenen Rhythmus-Instrumente.

Aus leeren Chipsverpackungen oder Kronkorken ein Musikinstrument basteln? Klar, sagten Irina Hilser, Katharina D’Angelo, Alicia Mauscherning und Karin Kammerer und setzten die Idee mit Kindern von sieben bis neun Jahren im Ferienprogramm um.

 

Bereits die einsaitige Gitarre, die Irina Hilser mit Kindern im Probenraum der Chorgemeinschaft Nußbach gebaut hatte, sei sehr gut angekommen. „In der ganzen Familie war das Teil der Hit“, meinte eine junge Mutter, die ihre Tochter nun in der Grundschule vorbeibrachte, wo neun Kinder aus Abfallprodukten und Alltagsmaterialien kleine Perkussionsinstrumente wie Kastagnetten oder Rasseln herstellten.

Den Temperaturen geschuldet, hatten die vier Frauen die erste Station schon im Schatten des Schulhauses im Freien aufgebaut. Da es drei verschiedene Instrumente gab, zogen sich zwei Dreiergruppen in den Proberaum der Stadt- und Kurkapelle zurück. Die dritte Gruppe blieb bei Karin Kammerer und baute dort aus kleinen Astgabeln, Kronkorken und Metallkügelchen eine Rassel. Eine kleine Kastagnette kann man aus einem kleinen Stück Karton, etwas Bindfaden und zwei leeren Walnusshälften wunderbar basteln, erklärte Irina Hilser den Kindern. Die legten gleich mit Feuereifer los.

Nebenan war Alicia Mauscherning dabei, aus leeren Stapelchips-Röhren ein Instrument zu basteln, das rasseln und auch rascheln kann: Mit der bemalten Verpackung, etwas Blumendraht und Reis kam dies zustande. Katharina D’Angelo sorgte neben ihrer Unterstützung aller drei Gruppen dafür, dass alle Kinder genug tranken. Am Ende konnten alle Mädchen und Jungen drei Instrumente mitnehmen, die ihnen das Rhythmusgefühl näher bringen, ohne dabei allzu laut zu sein.