Esel Paul kam bei den Kindern gut an. Foto: Baitinger

Der Arbeitskreis "Kinder und Familien" des Nagolder Bürgerforums verantwortet in diesem Jahr nicht nur erstmals das Ferienprogramm Nagolds. Er hatte auch selbst ein attraktives Angebot für Kinder auf die Beine gestellt.

Nagold - Dem Organisationsteam war es sehr wichtig, die Kinder die heimische Natur und Tierwelt erleben zu lassen – vor allem zu zeigen, wie Tierhaltung im Einklang mit der Natur umgesetzt werden kann. Und wo geht das besser als bei Schafhalter Jürgen Schroth? Allerdings musste die Gruppe aus Teilnehmern und Betreuungspersonal auch etwas Mühe in Kauf nehmen, um den Schafstall zu erreichen. Die Temperatur mit 24 Grad war am Aktionstag zum Glück vergleichsweise angenehm.

Die 1,7 Kilometer waren schnell geschafft

So startete man also mit zehn Kindern und fünf Mitgliedern des Arbeitskreises. Los ging es in der Gießgasse 20/1 in Begleitung der Schafzüchterin Andrea Schroth und ihres Hundes. Die 1,7 Kilometer waren auch schnell geschafft, zumal die Landschaft um Pfrondorf einmalig schön ist, für die Kinder schon der Hund eine Attraktion war und Andrea Schroth bereits auf dem Weg unzählige Fragen beantworten musste.

Wenige Tage altes Lämmchen ist die Attraktion

Am Schafstall angekommen, waren die Kinder nicht mehr zu halten, denn das, was sie zu sehen bekamen, ging weit über das hinaus, was sie erwartet hatten. Besonders interessant war, dass sie erst ein paar Tage alte Lämmchen bewundern konnten, Kätzchen herumliefen, welche sich streicheln ließen und Esel Paul, der letztendlich die Herzen dadurch eroberte, dass man nicht nur sein Fell striegeln und bürsten durfte – es war auch erlaubt auf seinen Rücken zu klettern.

Viele Fragen der Kinder

Nebenbei hörten die Kinder nicht auf, Fragen zu stellen. Sie wollten vor allem wissen, weshalb die Schafe in Gruppen getrennt untergebracht waren. Da gab es eine Abteilung der Mütter mit ihren Neugeborenen, Schafböcke, welche erst im Oktober mit der Herde zusammengebracht werden und junge männliche Schafe, dann natürlich der große Rest der weiblichen Schafe, welche keine Mutterpflichten zu erfüllen hatten und deren Milch für Käse verwendet werden kann.

Andrea Schroth beantwortete bereitwillig jede Frage und man konnte spüren, dass ihr das Wohl der Tiere sehr wichtig ist.

Schwalben unterm Stalldach

Unterm Dach flogen Schwalben, manche saßen auf Holzbalken, so dass man nur ihre gegabelten Schwänze sehen konnte. Die Vögel finden im Schafstall ideale Bedingungen zum Nestbau vor.

Der Schafstall mitsamt den zu machenden Erlebnissen dort bietet sich für alle Interessierten, die im Einklang mit der Natur leben möchten, als Ausflugsziel an. Für den Arbeitskreis war der Besuch dort sicher nicht das letzte Mal.