Das Kinderferienprogramm im Klosterhof wird mit seinem vielfältigen Programm sehr gut angenommen.
Villingen-Schwenningen - Ein durchweg positives Fazit zieht das Jugendförderungswerk Villingen nach den ersten zweieinhalb Wochen des erstmals angebotenen Kinderferienprogramms "VS Sommerzauber" im Kulturzentrum Klosterhof – und trotzdem wird Verbesserungspotenzial gesehen.
Neben einem vielfältigen, täglich ab 15 Uhr stattfindenden Bühnenprogramm, beispielsweise mit Kasperletheater oder Zaubershows, bieten die Organisatoren auch einen großen Spielplatz im Innenhof, auf dem etwa eine Hüpfburg und eine Rollenrutsche zu finden sind. Auch kleine Speisen und Getränke sind erhältlich.
Europapark-Zauberer ist gefragt
Besondere Highlights im Programm, die sehr gut angenommen werden, sind laut Dieter Sirringhaus, dem Leiter des Ferienprogramms, der immer freitagabends ab 18 Uhr angebotene Elternbiergarten, der ebenfalls freitags stattfindende Auftritt des aus dem Europapark bekannten Zauberers "Oguz" sowie das gemeinsame Basteln.
Der Eintrittspreis pro Kind beträgt drei Euro, eine Begleitperson ist frei. Dieser sei bewusst so niedrig und auch "deutlich günstiger als anderswo", erläutert Sirringhaus: Gerade in Zeiten hoher Inflation möchte der Verein ein Angebot schaffen, das von allen, aber gerade auch von sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen wahrgenommen werden kann. Zudem sollen besonders Familien angesprochen werden, die nicht in den Urlaub fahren.
2200 Besucher kamen schon
Bislang verzeichnete man fast 2200 Besucher, die vor allem aus Villingen-Schwenningen und dem Umland stammen. Es nahmen aber auch schon Gäste aus der Schweiz sowie Familien, die in der Region im Urlaub waren und zufällig vom Ferienprogramm erfuhren, teil. Das Feld der teilnehmenden Kinder ist vielfältig und umfasst alle Altersgruppen vom Kleinkind bis hin zu zwölfjährigen Schülern. Für Sirringhaus verdeutlicht die hohe Nachfrage den Bedarf an solchen unkomplizierten und einfach zugänglichen Angeboten in den Ferien.
Finanziert wird das Ferienprogramm überwiegend aus dem Budget des Jugendförderungswerks. Bislang sind laut Mustafa Karakolcu, dem Geschäftsführer des Kulturzentrums, 8000 Euro eingeplant – "dieser Betrag wird aller Voraussicht nach aber noch etwas ansteigen". Zum Vergleich: Das Jahresbudget liegt bei 20 000 Euro. Organisiert wird der Betrieb vor Ort von einem großen Team an Ehrenamtlichen – auch die Angehörigen des Vereinsvorstandes sind hier eingespannt, wie Martin Weidinger, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, hervorhebt.
Ein Wunsch bleibt
Für die verbleibenden zweieinhalb Wochen wünscht sich das Team vor allem, dass die Resonanz weiterhin so positiv bleibt. Für das kommende Jahr ist eine Fortführung des Angebots geplant: So wurden bereits zusätzliche Zelte und Spielgeräte gekauft. Natürlich möchte der Verein auch wieder Werbung machen, beispielsweise über Flyer und direkt an Schulen und Kindergärten gerichtete Informationen. Außerdem spielen Plakatierungen eine wichtige Rolle. Das Erstellen größerer Plakate ist allerdings aufwändig und teuer, zudem fallen Gebühren für das Aufstellen im öffentlichen Raum an. Sirringhaus würde sich von der Stadt wünschen, bei solchen "sozialen Veranstaltungen" wie dem Kinderferienprogramm diese Praxis zu überdenken.