Die Gespenster stellen sich mit den Kindern dem Fotografen. Foto: Vögele

"Es gibt keine Gespenster!" Dieser Satz begleitete "die Suche nach dem Schlossgespenst". Neunzehn Kinder hatten das letzte Angebot des Sommerferienprogramms angenommen und begaben sich auf eine Abenteuerwanderung.

Vöhringen - Um 18.30 Uhr startete die lebhafte Gruppe mit Hubert Leicht und Hans Schanz in Richtung Keltertal. Dort wurden die "Geisterfänger" vom Verpflegungsteam, bestehend aus Ruth Leicht und Irmgard Schanz, mit einem herzhaften Vesper empfangen. Natürlich stand erst eine Runde Spielen auf dem Plan. Nach und nach scharten sich dann die Jungen und Mädchen im Grundschulalter um die Grillstelle.

Es dämmerte, die Gruppe wurde stiller und damit aufnahmefähig für Lagerfeuergeschichten – allerdings ohne Feuer. Mit einem Radkreuz als Requisite erzählte Hans Schanz, ein wahrer Schauspieler, von einem Radwechsel mit einer folgenschweren Kettenreaktion, die sich dann in Heiterkeit auflöste.

Die Sage vom Edelfräulein

Inzwischen war es dunkel geworden, einzelne Taschenlampen blitzten auf und ließen die Gesichter schon mulmig aussehen.

Gespannt lauschten alle der Sage vom vermögenden Edelfräulein auf der Burg Beuren bei Vöhringen. Dieses veranstaltete eine Jagd nach einem weißen Hirsch und versprach dem Ritter seine Hand, der das seltene Tier lebendig fange. Ein Wettjagen von Heinrich von Geroldseck und Wolf von Bubenhofen begann, bei dem die beiden Kontrahenten den Tod fanden. Darüber erschrocken lief das Burgfräulein in den Keller zu ihrem Schatz, die Tür fiel zu und das Fräulein musste sterben. Noch heute soll dessen Geist um die Ruinen der Burg streifen und alle möglichen Diebe vertreiben.

Feuerwehr begleitet die Kinder

Gebannt hingen die Kinder an den Lippen von Hubert Leicht und lebten richtig mit, besonders bei der Erzählung vom schwarzen Pudel mit den feurigen Augen. Dieser spiegelte sich auch in der Unterhaltung auf dem Heimweg über das Schützenhaus wider.

Begleitet und gesichert durch die Feuerwehr Vöhringen war man keiner Gefahr ausgesetzt. Oder doch? Plötzlich leuchteten aus dem Gebüsch feurige rote Augen, ein Kracher erschreckte ganz in der Nähe und ein Stück weiter schimmerten drei helle Lichter durch den Wald. Die Helden wurden immer stiller. Es waren Schreie zu vernehmen.

Drei Gespenster erscheinen plötzlich

Und am Rondell erschienen plötzlich drei Gespenster und bauten sich vor der Gruppe auf. Sie gaben sich dann als Silas Binder, Josia Friedrichson und David Klingele zu erkennen.

Der Gesprächsstoff auf dem Heimweg ging nicht aus, den Kindern hat es gefallen.