Die Kinder erkundeten den Fluss Gutach. Foto: Angelsportverein

14 Kinder wollten im Rahmen des Ferienprogramms mehr übers Angeln erfahren. Der Angelverein half ihnen bei diesem Ziel weiter. Mit Keschern ging es in die Gutach.

Der Angelsportverein hat sich mit dem Angebot „Angeln allgemein und biologische Gewässerkunde“ wieder am Kinderferienprogramm beteiligt. Auf dem Parkplatz der Firma Schondelmaier versammelten sich insgesamt 14 Kinder, betreut von zehn Vereinsmitgliedern und Hubert Beathalter vom Landesfischereiverband Baden.

 

Der Tag begann zunächst mit einer anschaulichen Einführung: Anhand von Schautafeln wurden in Deutschland vorkommende Fische und Wasserlebewesen erklärt. Konservierte Objekte und Exponate ermöglichten den jungen Teilnehmern, einen Eindruck von der Vielfalt unserer Gewässerlebewesen zu bekommen. Darüber berichtet der Angelsportverein in einer Pressemitteilung.

Beathalter ist selbst auch begeisterter Angler, mit dem Spezialgebiet Fliegenfischen. Um die besten Köder für jede Jahreszeit und jeden Zielfisch zu haben, bindet er die Angelfliegen selbst. Für die interessierten Kinder hatte er eine riesige Auswahl an Mustern in allen Größen dabei.

Nach der Theorie ging es ins Wasser des Flusses

Als besondere Zugabe durfte sich jedes Kind zwei von Herrn Beathalter gebundene Angelfliegen aussuchen und mit nach Hause nehmen.

Nach dem theoretischen Teil ging es für die Kinder ans Wasser. Unter Aufsicht der Vereinsmitglieder liefen die Kinder mit Keschern und Eimern an die Gutach. Auf und im Sand, unter Steinen und in Verstecken wurden Kleinlebewesen gesucht und eingefangen. Jedes Exemplar wurde anschließend vom Fischexperten Beathalter bestimmt. Die vielen Zusatzinformationen über die jeweilige Lebensweise und Vorkommen hielten die jungen Zuhörer gespannt bei der Sache, erinnert sich der Verein in der Mitteilung.

Obwohl der Schwerpunkt der Exkursion auf dem Fachwissen lag, kamen die elf Jungen und drei Mädchen vor allem um selber zu Angeln. Unter der Obhut geprüfter Fischer ging es an einen abzweigenden Kanal der Gutach, wo jeder sein Glück im Fischfang versuchen konnte. Die Bilanz: Am Ende des Tages standen drei Forellen als Beute fest, die die Kinder als Trophäe mit nach Hause nehmen durften.

Auch für das leibliche Wohl sorgten die Gutacher Angler: Brezeln und Getränke wurden für die Kinder bereitgestellt. So musste niemand hungrig bleiben, da nicht jedem Teilnehmer der ersehnte Fang gelingen wollte.

Die Forellen in unserer Region

Die Bachforelle ist eine heimische Fischart. Laut dem Nabu kommt sie in klaren, kalten, sauerstoffreichen Fließgewässern vor. Barrieren in Form von Staustufen und Wehren behindern die Art jedoch. Dass die Bachforelle dennoch weit verbreitet ist, hängt laut dem Naturschutzbund vor allem mit Besatzmaßnahmen der Angler zusammen.