Beim Kinderferienprogramm ging es in Berneck in den Wald. Ein Baum wurde gepflanzt, ein Vogelnest entdeckt und die Aussicht in einem Baumschlepper getestet.
19 Kinder haben in Berneck einen besonderen Ausflug in den Wald unternommen. Beim Kinderferienprogramm waren sie mit Fabian Müller und Förster Reiner Stoll unterwegs im Wald rund um Berneck. Zu entdecken gab es einiges.
Was lebt denn eigentlich alles im Wald? Bei der Kennenlernrunde wird das vorhandene Wissen gleich getestet. Förster Reiner Stoll hat Postkarten mitgebracht Klar: Igel, Wildschwein und Reh! Aber dieses lange Tier, das sich auf dem Boden zusammengerollt hat? „Eine Schlange“, vermutet ein Junge, ein anderer weiß es genauer: „Das ist eine Blindschleiche.“
Gleich zu Anfang machen die Kinder einen Zufallsfund. Eine Amsel fliegt aus dem Gebüsch auf und lässt ihr Nest zurück. Darin liegen zwei kleine Eier. „Nicht anfassen“, weist Stoll die Kinder an, aber schauen darf jedes einmal.
An einer anderen Stelle finden die Kinder ein abgeworfenes Rehgeweih. Gut, das ist kein Zufall, Förster Stoll hat es extra dort platziert und erklärt den Kindern, dass Rehböcke ihre Hörner abwerfen. Wachsen sie neu, haben sie anfangs ein Fell, das sie an den Bäumen abreiben. Aber das beschädigt auch die Bäume.
Denn für die ist der Förster auch verantwortlich. Mit einem Spiel zeigen Müller und Stoll, warum nicht jeder Baum stehen bleiben darf. Die Kinder hocken sich in ein abgegrenztes Areal, so klein, dass es kaum Freiraum gibt. „Und jetzt wachsen die Bäume“, sagt Müller. „Aber versucht mal, euch nicht zu berühren.“ Das klappt nicht, also wird der Wald „ausgedünnt.“
Genügend Platz für Bäume
Stoll nimmt einige Kinder heraus. Danach wachsen den „Bäumen“ Äste – es werden die Arme ausgebreitet – wieder müssen einige Bäume aka Kinder das Areal verlassen. Und schließlich wiegen die Pflanzen sich im Wind. Am Ende bleiben nur acht Kinder übrig.
Nicht nur fällen, auch pflanzen gehört zu den Aufgaben. Das dürfen die Kinder direkt selbst ausprobieren. Stoll hat einen kleinen Eichensetzling mitgebracht. Der wird mit vereinten Kräften eingepflanzt: Loch mit der Hacke graben, einsetzen, anwässern. So kann ein großer Baum entstehen.
Und wenn der Förster nicht da ist, um Setzlinge an Ort und Stelle zu bringen? Jedes Kind bekommt einige Erdnüsse und Eicheln. Die sollen sie nun verstecken. Zurück am Platz heißt es: „Und jetzt findet sie wieder!“ Denn genauso funktioniert es in der Natur, etwa mit Eichhörnchen. Die verstecken ihren Wintervorrat an verschiedenen Stellen – und brauchen ihn entweder nicht auf oder finden ihn einfach nicht wieder.
Baumschlepper wird zum Highlight
Bevor es dann wieder zum Ausgangspunkt zurück geht, wartet noch ein besonderes Highlight auf die Kinder: Ein Baumschlepper, mit dem gefällte Baumstämme aus dem Forst herausgebracht werden. Und nicht nur das: Jedes Kind darf einmal ins Führerhaus sitzen: auf dem federnden Sitz, mit den Lenk-Joysticks links und rechts und einem guten Überblick. Da lohnt sich auch der etwas schwierige Aufstieg: Die unterste Stufe ist sogar für manchen Erwachsenen ziemlich weit oben.
Am Ende der Tour fragt Müller: „Was war denn das beste heute?“ Die häufigste Antwort: „Alles.“