Jeden Sommer bieten die Zeltlager der katholischen Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit in Bräunlingen Kindern und Jugendlichen von zehn bis 16 Jahren Tage in der Natur.
Zwei Wochen fernab der Zivilisation ohne Handy, Strom oder fließendes Wasser – Klingt unvorstellbar? Genau so sehen die Bräunlinger Zeltlager der katholischen Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit jeden Sommer aus. Abenteuer wie das gemeinsame Bauen von Tischen und Bänken, Geländespiele, Wanderungen sowie Lagerfeuer mit Nachtwache prägen das Programm, ebenso wie eine Gemeinschaft mit besonderem Zusammenhalt.
Für dieses nicht alltägliche Konzept erhielt die Bräunlinger Zeltlagergruppe im Mai einen Sonderpreis der Town-and-Country-Stiftung. Ausgezeichnet wurde das Projekt als eines der besten Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit Süddeutschlands. Besonders hervorgehoben wurden von der Jury die Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit des Projekts.
„Nach dem Wegfall eines Landeszuschusses für die Betreuung des Lagers aufgrund von immer weiter wachsender Bürokratie, haben uns Bürgermeister Micha Bächle und Bundesminister Thorsten Frei auf die Town & Country-Stiftung aufmerksam gemacht.“
Dort kann jährlich Unterstützung für Projekte der Kinder- und Jugendarbeit mit überzeugendem Konzept beantragt werden. „So haben wir uns beworben und wurden zu unserer eigenen Überraschung zum Stiftungsgalawochenende nach Erfurt eingeladen. Von insgesamt 300 Projekten, die von der Stiftung finanziell unterstützt werden, erhielten wir einen der zwölf vergebenen Sonderpreise als Regionalsieger. Wir sind stolz und freuen uns, denn mit den 5000 Euro Preisgeld können wir die diesjährige Finanzierungslücke durch die wegfallenden Zuschüsse kompensieren und die Teilnehmerbeiträge weiterhin niedrig halten“, so Gesamtleitung Leonie Dieterle, die zusammen mit Simon Fahl bei der Preisverleihung dabei war.
In Bräunlingen gibt es eine tief verwurzelte Lagertradition. Bereits seit 35 Jahren veranstaltet die Kirchengemeinde jedes Jahr drei Zeltlager für insgesamt über 100 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 16 Jahren, welche von rund 35 Leitern ehrenamtlich organisiert und betreut werden.
Wer des Zeltlagers
Aus Sicht der Lagerleitung bietet das Zeltlager eine Möglichkeit, Kinder auf ihrem Weg zu mehr Selbstvertrauen, höherer Selbstständigkeit und dem bewussten Umgang mit der Natur zu unterstützen. Viele Erfahrungen, die dort „nebenbei“ gemacht werden, seien auch später im Leben wertvoll. Auch die Eltern schätzen den Wert des Zeltlagers und hoffen, dass es dies noch lange geben wird.
Lagerplätze in der Region
Die Lagerplätze der beiden Kinderlager, die in diesem Jahr von Ella Hermann und Simon Mayer geleitet werden, befinden sich im Raum Bodensee und Schwarzwald. Hier können Kinder von zehn bis 14 Jahren teilnehmen. Der typische Lagerplatz besteht aus vielen weißen Zelten, darunter ein Küchenzelt und mehrere Material- und Gruppenzelte sowie einer schwarzen Jurte, in der auch Feuer gemacht werden kann.
Das XXL-Lager der 14- bis 16-Jährigen zieht 2026 unter der Leitung von Dennis Bürer in Form eines Fahrtenlagers nach dem Motto „Heute hier morgen dort“ von Ort zu Ort.
Fixer Termin
Das Zeltlager
findet jedes Jahr in den ersten beiden Ferienwochen statt. Dies entspricht dieses Jahr der Zeit vom 3. bis 14. August. Jedes Kind zwischen zehn und 16 Jahren, das Interesse hat, kann unabhängig von Konfession und Religion am Lager teilnehmen. Anmeldeschluss ist Sonntag, 7. Juni. Anmeldungen und zahlreiche Informationen über die Zeltlager sind zu finden unter: www.zeltlager-braeunlingen.de. Für Rückfragen sind die Lagerleiter per E-Mail unter info@zeltlager-braeunlingen.de oder über Instagram (zeltlager_braeunlingen) erreichbar.