Richtung Kastell müssen die von Sulz kommenden Autofahrer – sofern keine Anlieger – wieder umkehren. Foto: Schneider

Ist eine einspurige Fahrbahn mit Ampelschaltung zwischen Sulz und Kastell möglich? Das Landratsamt hat dazu eine klare Position.

Für viele Fahrer ist die Sperrung der L409 ein Ärgernis. Seit dem 10. Februar müssen die Verkehrsteilnehmer, wenn sie von Sulz Richtung Kastell und von dort weiter Richtung Vöhringen wollen, die drei Kilometer lange Umleitung über die K 5507 („Bergfelder Klinge“) nutzen.

 

„Diese gesperrte Straße ist die Haupttangende nach Sulz rein und raus. Warum geht man nicht auf eine halbseitige Sperrung mit Ampel über?“, fragt ein Leser.

Schweres Gerät auf der Straße

Wir haben beim Landratsamt Rottweil nachgefragt, was die Hintergründe für die aktuelle Vollsperrung sind.

„Bei den Arbeiten ist derzeit der Forst aktiv, parallel läuft die Netzsicherung“, skizziert Andrea Schmider die Situation vor Ort. Dabei komme schweres Gerät auf der Landstraße zum Einsatz – einerseits zum Anbringen der Böschungssicherung, andrerseits zum Ernten, Abfahren und Schreddern von Gehölz.

Vollsperrung ist „zwingend“

„Allein aus Gründen der Arbeitssicherheit der Beschäftigen ist es hier unmöglich, Fahrzeuge durch die Baustelle zu führen“, erklärt die Pressesprecherin. Darüber hinaus erfolge in der nächsten Woche das Beräumen jener Bereiche, wo es seitens des Forsts Holzeinschlag gegeben habe.

„Es ist zu erwarten, dass Steine auf die Landstraße stürzen oder rollen“, weißt sie auf die dadurch entstehende Gefahrenlage hin. Somit sei es nicht möglich, mit einer halbseitigen Sperrung die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. „Wir brauchen zwingend die Vollsperrung“, betont sie.

Sicherheit geht vor

Das Straßenbauamt wäge bei der Planung jeder Baumaßnahme genau ab, ob eine halbseitige Sperrung mit Ampelanlage oder eine Vollsperrung erforderlich sei, um die Arbeiten durchzuführen.

Allerdings gehe die Sicherheit immer vor – sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch für die Beschäftigten vor Ort. „Wir haben bisher die Erfahrung gemacht, dass die Betroffenen dafür Verständnis zeigen“, blickt sie auf vergangene Maßnahmen zurück.

Sicherungsnetz am Fels

Der Einsatz war nötig geworden, weil sich wiederholt Steine aus einer Felswand gelöst hatten und Richtung Straße gerollt waren. Dort wurden sie von Betonleitwänden aufgehalten.

Ein Sicherungsnetz, eine Art „Maschendrahtzaun“ mit einem Drahtdurchmesser von drei Millimeter, soll dann verhindern, dass künftig Gesteinsbrocken herunterfallen.

Damit wird die Fläche von rund 500 Quadratmeter für lange Zeit keine Schwierigkeit für den Verkehr mehr darstellen, ist sich Wolfgang Dausch vom Straßenbauamt Rottweil sicher.