Streckenweise ok sind der Straßberger Weg und der Weg an der Neuen Hülbe in Bitz – ausgebessert werden müssen sie aber trotzdem. Dieses Bild zeigt einen Teil des Hülbe-Weges, der in Richtung Parkplatz Neue Hülbe führt und geschottert werden soll. Foto: Dunja Kuster

Nur „an den schlimmsten Stellen“ sollen der Straßberger und der Hülbe-Weg eine neue Deckschicht erhalten, hat der Gemeinderat Bitz mehrheitlich beschlossen.

Wie sollen ein Teil des Straßberger Weges und der Weg an der Neuen Hülbe saniert werden? Mit dieser Frage hat sich der Bitzer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt.

 

In der April-Sitzung 2024 waren den Ratsmitgliedern drei Wege vorgestellt worden, die sich für eine Sanierung im so genannten In-situ-Verfahren eignen würden. Neben den beiden genannten Wegen gehörte auch ein Teilstück der alten Freudenweiler Straße dazu, welches im Herbst 2024 saniert wurde. Ein weiterer Weg, so der damalige Beschluss, sollte 2025 repariert werden.

Nun aber stand zur Debatte, ob dasselbe Verfahren auch beim Straßberger Weg zum Einsatz kommen sollte. „Wir können schon sagen ,Das wollen wir’“, meinte Bürgermeisterin Raphaela Gonser. „Im Verhältnis wird das aber wahnsinnig teuer.“

Eventuell bleiben Gelder für weitere Wegesanierungen übrig, meint Gonser

Den Straßberger Weg im In-situ-Verfahren zu sanieren würde etwa 238 302 Euro kosten, wobei bis zu 71 233 Euro an Fördermitteln denkbar wären; die Gemeinde Bitz müsste dann einen Eigenanteil von 167 069 Euro stemmen.

Der Weg an der Neuen Hülbe, der vor allem von Lastwagen zur Verladung von Holz genutzt wird, soll hingegen in Schotterbauweise saniert werden. Die Kosten werden auf 46 261 Euro geschätzt; einen Zuschuss gibt es in diesem Fall nicht.

Das Teilstück des Hülbe-Wegs am Holzlager erhält eine neue Deckschicht. Foto: Dunja Kuster

Das Fazit? Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zur Nutzung der Wege. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung ein neues Angebot eingeholt, bei dem die Wege punktuell – sprich: nur an den schlimmsten Stellen – mit einer neuen Deckschicht ausgebessert werden sollen: zwei Stellen am Straßberger Weg sowie an der Neuen Hülbe am Holzlagerplatz; der Großteil des Hülbe-Weges wird geschottert.

Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 73 800 Euro, sagt Gonser. „Danach sind die Wege wieder befahrbar und es bleiben unter Umständen Gelder für die Sanierung weiterer Wege übrig.“

Beide Feldwege ganz aufzureißen ergebe wenig Sinn, sagt Bitzer

Dieser Meinung ist auch Wolfgang Bitzer vom Forstamt Albstadt, der in der Sitzung Fragen der Räte beantwortete. „Teile der Wege sind völlig in Ordnung – die herauszureißen ergibt keinen Sinn“, sagt er.

Außerdem: Sobald der Belag herausgerissen ist, müsste er als Sondermüll entsorgt werden, „und das wird richtig aufwendig und teuer“. Bei einer Enthaltung stimmten die Räte dem Vorschlag der Verwaltung zu, die beiden Wege punktuell zu sanieren.