Die Stadt Dornhan hat am Sonntag die Marktsaison eröffnet. Bei dem guten Wetter bummelten zahlreiche Besucher durch die Stadtmitte, schauten sich in den geöffneten Geschäften um oder genossen Blasmusik zum Mittagessen.
Rund ums Denkmal und das Rathaus waren mehr als 50 Stände aufgebaut. Bereits um die Mittagszeit herrschte viel Betrieb. Die Kooperationskapelle Dornhan/Leinstetten unterhielt die Gäste mit traditioneller Blasmusik, aber auch mit Swing und moderneren Stücken.
Bei den angenehmen Temperaturen ließ es sich an den im Freien und im offenen Zelt aufgestellten Bänken und Tischen gut aushalten. Die Kindergruppe des Musik- und Trachtenvereins führte mehrere Tänze auf. Die Straße wurde dabei zur Bühne umfunktioniert. „Auf zur Jagd“, hieß es da gleich.
Schnäppchen und Rarität
Zur Akkordeonmusik zeigten die Trachtenkinder verschiedene Tanzfiguren. So manches Kind, das zuschaute, wollte gleich mitmachen. Am Schluss gab es noch eine artige Verneigung und daraufhin den verdienten Beifall des Publikums.
Auf dem Marktplatz breiteten die Flohmarkthändler ihre Waren aus. Altes Geschirr, Krüge, alte Bücher, Bilder, Schmuck, Puppen, Spielzeug – wer da nach einem Schnäppchen oder einer Rarität suchte, wurde fündig.
Besuchshunde für Schulen
Der Flohmarkt war einmal mehr ein Besuchermagnet. Doch auch bei den Krämerhändlern schauten sich die Marktbesucher um, die Selbstvermarkter hatten ebenfalls ihre Kundschaft.
Erstmals auf dem Frühlingsmarkt waren die Malteser vertreten. Vor knapp zehn Jahren ist die Rettungshundestaffel im Kreis Rottweil gegründet worden. Seit dem vergangenen Jahr haben die Malteser mit ihren derzeit 22 Rettungshunden in der Freudenstädter Straße in Dornhan ihre Dienststelle. Dort bilden sie auch Besuchshunde aus, mit denen die Halter in Pflegeheime oder Schulen gehen dürfen.
Porträts aus dem Niger
Bei einem Probetraining können Interessierte einen Einblick in die Arbeit von Mensch und Tier erhalten. Rettungsstaffelleiterin Vanessa Mattusch und Birgit Kiefer informierten darüber im Malteser-Stand. Sie würden sich über Nachwuchskräfte freuen.
Bei den „Helfenden Händen“, die sich im Niger engagieren, gab es viel Süßes zum Kaffee, auch zum Mitnehmen. Im Pflugkeller stellte Christiane Eratz aus Keltern bei Pforzheim ihr Bilder aus, hauptsächlich Porträts von Menschen aus dem Niger. Das Land hat sie schon mehrmals bereist und weiß in welch’ ärmlichen Verhältnissen viele Menschen dort leben. Sie ist auch Dokumenarfilmerin und Fotografin.
Die Kinder konnten sich in zwei Hüpfburgen am Rathaus sowie am Marktplatz austoben. Im Farrenstall wurde das Stück „Der Kasper und das Schlossgespenst“ aufgeführt. Ob Softeis, Rote Wurst, Curry Wurst, Pizza frisch aus dem Ofen oder Raclette: Auf dem Frühlingsmarkt konnte man es sich schmecken lassen. „Überall Schlangen“, klagte allerdings ein hungriger Mann. Den Wermutstropfen musste man beim Marktbesuch in Kauf nehmen.