Am Tag des Ehrenamtes und gleichzeitig am Nikolausabend erhielten fünf Balinger Bürger die höchste Auszeichnung, die eine Stadt vergeben kann.
Es ist etwas ganz Besonderes, wenn eine Stadt gleich fünf Bürgern den Ehrenring verleihen kann. So geschehen am vergangenen Freitagabend im großen Saal der Stadthalle.
In herausragender Weise haben sich Erwin Feucht, Dietmar Foth, Günther Meinold, Bernd Rewes und Manfred Stingel um die Stadt Balingen verdient gemacht. In einer Feierstunde verlieh ihnen deshalb Oberbürgermeister Dirk Abel im Beisein vieler Gäste und Ehrengäste den Ehrenring.
Bereits Ende April des auslaufenden Jahres hatte der Gemeinderat die Verleihung beschlossen.
Ehrenringe dürfen nur von maximal 15 lebenden Personen einen Stadt gleichzeitig getragen werden. Es ist die höchste Auszeichnung, die jemand für sein ehrenamtliches Engagement erhalten kann.
Die Feierstunde begann mit einer Totenehrung im Gedenken an jene Ehrenringträger, die verstorben sind. In seiner Laudatio für die nun geehrten Ehrenringträger sprach der Oberbürgermeister seinen ausdrücklichen Dank, seine Freude und großen Respekt für das Geleistete aus. Jedem Einzelnen widmete er eine direkte Ansprache.
Erwin Feucht
Ehrenringträger Erwin Feucht hatte bereits 1980 seinen politischen Grundstein gelegt. Als Mitbegründer der Grünen-Fraktion des Balinger Gemeinderates habe er stets mit Leidenschaft sein Amt ausgefüllt, sagte Dirk Abel. Als aufgrund der knappen Haushaltskasse der Kultursommer in Balingen eingespart werden sollte, hatte Erwin Feucht private Sponsoren gefunden, so dass die Kultur nach wie vor ihren Platz hat. Neben seinem politischen Engagement im Gemeinderat ist Erwin Feucht in vielen Vereinen wie zum Beispiel der Judoabteilung der TSG, dem Ortsverein Balingen oder des Arbeitskreises Asyl tätig.
Dietmar Foth
Zweiter Geehrter des Abends war Dietmar Foth, der seit 30 Jahren Verantwortung in der Kommunalpolitik übernimmt. Darüber hinaus ist er seit 17 Jahren Mitglied im Kreistag, außerdem seit 1999 Ortsvorsteher von Ostdorf. OB Abel trug darüber hinaus eine schier nicht enden wollende Liste von Foths ehrenamtlichem Engagement in unterschiedlichen Vereinen und Initiativen vor. Das zeuge davon, dass Dietmar Foth sowohl junge, ältere als auch pflegebedürftige Menschen am Herzen lägen. Mit viel Sachverstand und hohem Einsatz gehe er stets an die Dinge heran. „Ich schätze seinen Rat sehr“, sagte Abel.
Günther Meinhold
In seiner Laudatio für Günther Meinhold hob der OB dessen Fähigkeit hervor, das Große und Ganze im Blick zu haben. 1973 bereits begann Günther Meinholds politisches Engagement, als er die Junge Union in Frommern gründete. Als ehemaliger Landesjurist arbeitet er seit über 38 Jahren im CDU-Ortsverband Balingen mit, dessen Ehrenvorsitzender er heute ist. Darüber hinaus setzte er sich über die Maßen rund um die Gartenschau ein und hat derzeit 26 Ehrenämter inne. Unter anderem in seiner Leidenschaft für Heimatgeschichte, Religion und Kultur. Abel erwähnte auch, dass er persönlich sehr dankbar für die großzügige Zuwendung an die Emmi-Stiftung sei, die Meinhold gespendet habe.
Bernhard Rewes
Anschließend wurde deutlich, dass Bernhard Rewes die Entwicklung der Stadt in herausragender Weise geprägt hat. Seit 31 Jahren arbeitet er im Gemeinderat seiner Heimatstadt mit, ist stellvertretender Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion und Stellvertretender Bürgermeister. „In meiner nicht gerade einfachen Anfangszeit als OB konnte ich mich stets auf ihn verlassen.“, erklärte Abel. Vielseitig sei der Mediziner Rewes außerdem in seinem ehrenamtlichen Engagement bei der Wohnbaugenossenschaft, der Jugendmusikschule oder auch als Elternbeiratsvorsitzender. Ebenso in seinen Hobbys als leidenschaftlicher Skifahrer, mit seinem besonderen Interesse für Griechenland oder auch als Freizeitkapitän auf den Seen und Flüssen Mecklenburg-Vorpommerns.
Manfred Stingel
Da Abel die Ehrungen nach dem Alphabet vornahm, bekam als Fünfter Manfred Stingel seinen Ehrenring verliehen. Stingels Hingabe für die schwäbische Kultur ist schon seit 1965 sprichwörtlich bekannt. Damals nämlich gründete er die Volkstanzgruppe. Im Alter von 21 Jahren. Seit 1980 ist er der Motor des Haus der Volkskunst, das er mit viel Energie, Weitblick und Sinn für Tradition vorantrieb. Über Jahrzehnte habe er Menschen geprägt und dabei Brücken gebaut von der schwäbischen Heimat in die Welt, von der Tradition hin zur Moderne, von Jung zu Alt. Die Laudatio des Oberbürgermeisters brachte deshalb tiefen Dank und außerordentlichen Respekt gegenüber Manfred Stingel und seinem Engagement zum Ausdruck. „Menschen wie Sie sind es, die wir als Vorbilder hervorheben möchten.“ Nachdem jedem der fünf Ehrenringträger der Ring angesteckt und eine Urkunde überreicht worden war, richtete Berndhard Rewes im Namen aller Geehrter seinen Dank in Demut und Stolz an alle Weggefährten.