Im Bad Wildbader Höhenstadtteil Aichelberg wurde feierlich das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht.
„Nichts hält länger als ein Provisorium“ gilt als ein bekanntes Zitat aus dem Handwerk und der Baubranche. „Jetzt aber freuen wir uns auf die Veränderung“, verkündete stolz Bad Wildbads Bürgermeister Marco Gauger bei der feierlichen Einweihung des neu erbauten Feuerwehrgerätehaus im Bad Wildbader Höhenstadtteil Aichelberg.
Dies sei ein bedeutender Tag für den neuen Hausherrn Sven Mehle, Abteilungskommandant der Abteilung Aichelberg/Hünerberg/Meistern, führte der Rathauschef weiter aus und überreichte symbolisch den „Schlüssel“ an den Feuerwehrkommandanten.
Hürden zügig übersprungen
Gauger betonte weiter, dass jetzt eines der drei großen Bad Wildbader Projekte, neben dem Calmbacher Waldfreibad und der Fünftäler Schule, nahezu abgeschlossen sei.
Seit dem Spatenstich im Oktober 2024 wurde gemeinsam mit der Feuerwehr (als Haupttriebfeder galt der mittlerweile ausgeschiedene Stadtbrandmeister Tido Lüdtke), dem jetzigen Gesamtkommanden Michael Rentschler, Sven Mehle und Elsa Ingles vom Bauamt die Planung vorangetrieben. Architektonisch und im Hinblick auf die Tragwerksplanung kam Unterstützung vom Ingenieurbüro Tubach.
Kleine Hürden, wie zum Beispiel Bedenken der Naturschutzbehörde wegen der Schwalben, wurden zügig übersprungen, berichtete Gauger.
Kein Haus von der Stange
Die zuwendungsfähigen Kosten betitelt das Gemeindeoberhaupt auf 2,355 Millionen Euro. Über den Ausgleichsstock (dient der Unterstützung finanzschwächeren Gemeinden durch eine einmalige jährliche Bedarfszuweisung) wurden 1,2 Millionen Euro in die Kassen gespült. Zusätzlich konnten über die Feuerwehr-Förderung (Z-Feu) 120 000 Euro generiert werden.
Dass dies kein Haus von der Stange sei, sondern ein ortsbildprägendes Objekt, auf dem auf die Tradition sehr viel Rücksicht genommen wurde, bestätigte Architekt Christian Tubach. Eine gelungene Symbiose zwischen alt und neu. So fand beispielsweise der historische Sandsteinbrunnen von 1866 ein neues Zuhause.
Wichtig für Tubach sei auch, dass die insgesamt 17 beauftragten Firmen aus der näheren Umgebung, dem Enzkreis und dem Kreis Calw, kamen.
Welches Ausmaß das neue Prunkstück in der Freudenstädter Straße in Aichelberg genommen hat, beschrieb der Baufachmann. 17 500 Handwerkerstunden, 4000 Stunden Planung, 1500 Kubikmeter Erdaushub, 400 Meter Entwässerungsleitungen, 260 Kubikmeter Beton, 32 Kubikmeter Holz, 19 Fenster, 25 Türen, 570 Quadratmeter Fliesen und 2000 Quadratmeter Malerarbeiten.
Der Bad Wildbader Feuerwehrkommandant Michael Rentschler lobte die Geduld und Ausdauer. Zudem müssen für das wichtige Ehrenamt auch die Rand- und Rahmenbedingungen stimmen. Die Abteilungen in den Höhenorten sind äußerst wichtig. Das neue Glanzstück sei auch ein Zeichen der Wertschätzung, ergänzte Rentschler.
Für Sven Mehle war es nach der 31-jährigen Übergangslösung „ein Meilenstein“, so der Leiter der Aichelberger Floriansjünger.