Bei Sonnenschein feierten Einheimische und Besucher an der Festhalle ein geselliges Miteinander. Neben Zwiebelkuchen und Neuem Wein gab es Einblicke in die Welt der Bienen.
Zugleich den Ausklang der Sommerfeste und den Beginn der Herbstsaison bedeutet für die Oberwolfacher schon über Jahrzehnte das Herbstfest des Imkervereins Wolftal. Das erstmals nach trister Regenwoche mal wieder die Sonne lachte, das versetzte die Veranstalter um den kommissarisch einspringenden Ex-Vorsitzenden mit seinem Stellvertreter Robert Lüttschwager wie auch die vielen Gäste gleichermaßen in frohe Feststimmung.
Die einen packten umso freudvoller an und die anderen genossen den „Platz an der Sonne“ in der nach der Südseite ausgerichteten Flanke der Festhalle, wo man sich sogar mitten auf der Wiese niederlassen konnte.
Auch spontane Besucher verbrachten eine gute Zeit bei dem Fest
Über die Mittagszeit war auch die Halle selbst gut besetzt, weil vor allem die älteren Besucher in gemütlicher Atmosphäre das angebotene Mittagsmahl genießen wollten. Während drinnen gekocht und aufgewärmt wurde, brutzelten draußen im Vorzelt die Würste. So konnte man den Dampf und die Rauch- und Duft-Schwaden in alle Richtungen abziehen, ohne die Gäste zu behelligen.
Das durch viele Helfer aus dem Verwandten- und dem Freundeskreis verstärkte Vorstandsteam sorgte für eine zügige Bewirtung. Viele vorbeifahrende Radler und vom „Guck a‘ mol-Wegle“ über den Pavillon abgestiegene Wanderer freuten sich über das „Überraschungsmenü“, das ihnen da von der Imkerfamilie geboten wurde.
Das Angebot an Präsenten aus Honig und Kreationen aus Bienenwachs war groß
Gleich im Foyer der Festhalle wurden sie von einer reichlich bestückten Kuchentheke empfangen und für die Heimgehenden stand noch ein breitgefächertes Angebot an Präsenten mit Honigprodukten und Kreationen aus Bienenwachs als Mitbringsel zur Auswahl.
Für Wandergäste aus Frankreich gab es keine Sprachprobleme, konnte man ja einfach per Fingerzeig das Gewünschte bestellen.
Gefreut haben sich die Imker im Laufe des Nachmittags auch über den Besuch von Ex- Bürgermeister und Ehrenbürger Jürgen Nowak und über Noch-Bürgermeister Matthias Bauernfeind. Von beiden habe man, so Hans Armbruster bei seinen Grußworten, viel Verständnis und Wohlwollen für die Belange der Imkerei erfahren dürfen.
Es konnte in deren Amtsjahren, das neue Gebäude am ehemaligen Standort des Steighäusle am Kapellenweg mit Unterstützung durch die Gemeinde zunächst erstellt und schließlich auch als ein kleines Imker-Bildungszentrum als Bereicherung innerhalb des Mottos „Tal der Tiere“ fertiggestellt werden.
Matthias Bauernfeind hat man verbunden im herzlichem Beifall verabschiedet und ihm gute Wünsche für sein neues Amt als Oberbürgermeister in Bühl mit auf den Weg gegeben.
Aufgeklärt wurde in Verbindung mit einem Ratespiel über die Ausbreitung der asiatischen Hornisse, die im Vergleich zur bekannten hiesigen Hornissenart als etwas kleiner und mit grellgelbem Hinterleib gezeigt wurde. Durch Besucher wurde Hans Armbruster dabei auch aufgeklärt, wie sich diese für die hiesigen Bienen offensichtlich sehr bedrohliche Insektenart zurzeit rasant ausbreitet.
In diesem Jahr wurde bewusst auf musikalische Unterhaltung verzichtet
Es wurde auch über Strategien berichtet, wie man sich gegen die sich über Frankreich und das Harmersbachtal nun massiv ausbreitenden „Feinde der Imkerei“ zu wehren gedenkt. Aber dies ist offenbar noch alles auf der Experimentierebene.
Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre heraus hat man diesmal bewusst auf die musikalische Begleitung verzichtet, die zwar generell gut ankam, aber insbesondere für die älteren Besucher oft das persönliche Gespräch mitunter beeinträchtigte.
Gerade unter dem Gesichtspunkt des Begegnens und sich gegenseitig Unterhaltens hat sich die untereinander freundschaftlich verbundene Imkerfamilie in froher Begegnungsatmosphäre auf die dörfliche Gemeinschaft und die vielen auch persönlich begrüßten Imkerfreunde aus der Umgebung ausgeweitet.
Im Laufe des Nachmittags hat man es dann in herbstlicher Stimmung auch besonders genossen, den perlend aus den Krügen nachgefüllten neuen Wein mit würzigem Zwiebelkuchen zu genießen und so in echter Herbstfreude zu sonnen. Vom nahe gelegenen Sportplatz kam zudem die erfreuliche Botschaft, dass die Reserve des SVO gegen das Team aus Schweighausen/Dörlinbach alle drei Punkte geholt hat.