Sage und schreibe fünf Generationen feierten in Empfingen die Taufe des kleinen Ricardo. Dazu reiste extra der Schaustellerpfarrer an.
Für die Ur-Ur-Oma Gunhilde Keck, 92 Jahre alt, wohnhaft in Betra, war es ein freudiges Ereignis, die Taufe ihres jüngsten Ur-Ur-Enkels Ricardo Andreas miterleben zu dürfen.
Es war eine echte Schaustellertaufe, die in Empfingen stattfand. Aus Stuttgart war extra Schaustellerpfarrer Johannes Bräuchle, zuständig für Süddeutschland, gekommen, um das Sakrament zu spenden. Circa 40 bis 50 Verwandte und Freunde der Schaustellerfamilie Rappenecker waren gekommen und setzten damit ein Zeichen, dass die weit verzweigten Familienbande funktionieren.
Pfarrer Bräuchle sagte in seiner Ansprache: „Ricardo Andreas ist ein Christenkind. Der Taufspruch für den kleinen Ricardo heißt ‚Der Herr stellt deine Füße auf weiten Raum‘. Was bedeutet dies? Der Raum ist zunächst der Laufstall, dann der Wohnwagen, dann der Autoscooter, der Festplatz.“
Die Taufe war ein Idee von Jesus Christus, so Bräuchle weiter. Die Taufe geschehe im Auftrag von Jesus. Das Glaubensbekenntnis aufgreifend, stellte Bräuchle fest, dass alles darin sei, alles habe Sinn, alles mache auch Sinn.
Auch Oma Sandra Rappenecker wünschte ihrem Enkel Ricardo Andreas alles Gute auf seinem Lebensweg. Weltlicher Hintergrund des Tauffestes war die Empfinger Osterkirmes. Nach einem Ruhetag an Karfreitag erfreute sie am Ostersamstag erneut die Empfinger Bevölkerung und viele Gäste. Autoscooter, Kinderkarussell, eine Eisenbahn, die gemütlich ihre Runden drehte, Dosenwerfen und vieles mehr waren geboten.