Gute Gespräche, schöne Musik, unterhaltsames Programm. Die Ortschaft Salzstetten wünscht Senioren Miteinander gegen Einsamkeit.
Innehalten in der oft hektischen Vorweihnachtszeit konnten an die 100 Besucher des Weihnachts- und Jahresfeier für Senioren der Ortschaft Salzstetten.
Ortschaftsräte und freiwillige Helfer sorgten sich um das Wohl der Gäste im Gemeindesaal. Vergelts Gott sagte Ortsvorsteher Friedrich Hassel unter großem Beifall für die Kaffeespende an Petra Schraml-Dussle und die Kuchenspende an das Café Brünz.
Viel Beifall gab es für Seniorenclub-Leiterin Karin Fahrner, die das ganze Jahr über Begegnungs-Möglichkeiten bietet, wofür alle überaus dankbar sind.
Bürgermeisterin Annick Grassi meinte: „Sich austauschen und unterhalten ist gut gegen die Einsamkeit.“ Das Miteinander sei wichtig. “Niemand soll gerade zu Weihnachten allein sein.“ Im Zusammenwirken mit den Vereinen versuche man, das Gemeindeleben attraktiv zu gestalten. „Krisen, Hiobsbotschaften und Kriege nehmen kein Ende.“
Die Sehnsucht nach einem normalen Alltag
Für 2026 sehne man sich wieder nach einem normalen Alltag. Die Rathausleiterin informierte über wichtige Projekte der Gemeinde und stellte heraus: „Kindergarten und Grundschule Salzstetten werden 2027 für vier Millionen Euro komplett saniert sein.“
In seinem geistlichen Impuls vermittelte Diakon Toni Babic von der katholischen Seelsorgeeinheit eine hoffnungsvolle Botschaft. Dem Stress unserer Tage mit abrackern, nur noch funktionieren und dem Vergessen, sich selbst instand zu halten, empfahl er als Gegenpol: Einfach mal alles liegen lassen und Momente der Stille wirken zu lassen. Man solle miteinander ins Gespräch kommen und sich Worte der Hoffnung zusprechen. Babic: „Wenn auch schon viele Lichter in Salzstetten brennen: Wenn wir Licht verteilen wird es mehr. Dann können wir etwas von der Gegenwart Gottes spüren.“
Eine wahre weihnachtliche Geschichte aus den Ardennen 1944 mit kleinem Friedenswunder, die Beate Dettling und Bernd Schittenhelm vortrugen, regte zum Nachdenken an.
Das Harmonikaorchester Salzstetten unter Leitung von Birgitt Schittenhelm eröffnete mit der festlichen „Sinfonica alla barocco“ und dem berührenden „Halleluja“ von Cohen. Für Hörgenuss sorgten beliebte Weisen wie „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ und das rhythmische „Last Christmas“. Nach dem populären Weihnachtslieder-Singen drehte das Schittenhelm-Orchester auf mit „The Rose“ und „What a feeling“ und dem beliebten „Cannstatter Zuckerle“. Die Zugabe-Rufe des früheren Bürgermeisters Heinz Hornberger wurden mit „One Moment in Time“ erfüllt.
Theaterspatza sorgen für Auflockerung
Für Auflockerung sorgten die Theaterspatza. Selina Blum und Melvin Kateke führten einen unterhaltsamen Sketsch auf, in welchem die Waldachtaler Bäckerei Rupp eine Rolle spielte. Final wurde der Salzstetter Christbaum im Saal in den Himmel gelobt, was nach einem alten Brauch aus dem Oberland für einen geselligen Ausklang sorgte.
Obligatorisch durfte die Besucher Weihnachts- und Neujahrsbrezeln mitnehmen, welche der Verkehrs- und Verschönerungsverein gestiftet hat. Zum Gelingen trugen Gisela Schittenhelm mit ihren eindrucksvollen Saaldekorationen als auch Techniker Elmo Vater bei.