Alpakas schützen die Hühner des Fecker-Hofs. Foto: Kauffmann

Autofahrer haben sie sicher schon gesehen, die Alpakas im Hühner-Gehege des Fecker-Hofs in Bisingen-Steinhofen. Wofür sind die Tiere dort? Nicht für Alpaka-Wanderungen.

Tausende Hühner leben auf dem Fecker-Hof in Steinhofen – und drei Alpakas. Die gemütlich wirkenden Tiere teilen sich das Gehege mit den Hühnern.

 

Autofahrer, die bei der B27-Abfahrt „Bisingen Süd“ regelmäßig durch den Kreisverkehr fahren, haben die hochgewachsenen Vierbeiner inmitten der kleinen Hühner sicher schon im Vorbeifahren gesehen.

Bietet der Fecker-Hof nun also auch Alpaka-Wanderungen an? Nein, keineswegs, erklärt Sabrina Fecker, die Tiere sind kein neues Freizeitangebot. Die Tiere haben vielmehr einen sehr praktischen Nutzen.

Mit ihrer Größe schrecken sie die Greifvögel auf natürliche Weise von Luftangriffen ab. Mit der Anwesenheit der Alpakas trauen sich die Vögel nicht, die Hühner zu fangen. Das ist auch notwendig, denn die Angriffe hatten zuvor Überhand genommen.

Rund um den Fecker-Hof nisten einige Greifvögel

Sabrina Fecker spricht Dutzenden Tieren, die die Vögel pro Woche geholt haben. Die Greifer, so die Vermutung, verfütterten die Hühner wohl an ihren Nachwuchs. Bekannt sei, dass in direkter Umgebung zum Fecker-Hof mehrere Greifvögel nisten.

Mit der Hühnerwiese finden sie quasi die perfekte Nahrungsquelle am perfekten Standort in der Nähe. Das war gut für die Vögel und schlecht für den Fecker-Hof, denn jedes tote Huhn bringt auch einen wirtschaftlichen Schaden.

Um dem Treiben der Vögel Einhalt zu gebieten, musste eine Lösung her. Und das sind die Alpakas – die eine friedliche Koexistenz von Greifvögeln und der Hühnern ermöglichen.

Bob, Stuart und Kevin

Die Alpakas sind Steppentiere und daher recht genügsam, brauchen aber auch 600 Quadratmeter Wiesenfläche pro Exemplar. Benannt sind sie nach den Minions, nämlich Bob, Stuart und Kevin.

Die kleine Herde besteht aus einem Elterntier, der Vater mit zwölf Jahren, und zwei Jungtieren mit vier und sechs Jahren. Die Alpakas sind übrigens recht neugierig. Wer vor Ort ist, zum Beispiel um ein Foto zu machen, dem schauen die Alpakas ganz exakt zu – wenn auch erstmal aus sicherer Distanz.

Alpakas eignen sich nicht für Führungen

Wie Sabrina Fecker berichtet, haben die Tiere von Natur aus keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht. Deshalb sind sie dann doch recht neugierig.

Für Alpaka-Führungen eignen sich die Exemplare des Fecker-Hofs nicht. Ursprünglich sind es Fluchttiere und nicht an solche Freizeitaktivitäten mit Menschen gewohnt.

Die Tierart kommt aus Südamerika, hat sich danach aber in vielen Ländern der Erde verbreitet. Alpakas werden beschrieben als ruhig, intelligent, gutmütig und neugierig. Die Tiere sind Herdentiere und werden deshalb nie alleine gehalten.

Geschützt werden die Hühner des Fecker-Hofs übrigens nicht nur vor den Greifvögeln, sondern auch vor Füchsen. Als Schutz dienen in diesem Fall Stahlmatten entlang des Geheges.