Beim Preiscego des FC Schönwald sind auch einige Frauen vertreten. Foto: Kommert

Cego spielt man im Schwarzwald seit jeher. Mittlerweile sogar nach einheitlichen Regeln. Beim FC Schönwald sorgt Ralf Hirt für den korrekten Ablauf.

Schönwald - Beim FC Schönwald wird seit Jahrzehnten im Frühjahr ein Preiscego gespielt, keiner weiß genau, seit wann. Lange Jahre war es Franz Fehrenbach, selbst leidenschaftlicher Cego-Spieler, der das Turnier als Schiedsrichter begleitete, doch auch er hat diese Aufgabe nur übernommen. Erst vor einigen Jahren gab Fehrenbach diese Arbeit an Alexander Jörger weiter. Nun ist es Ralf Hirt, der die Fahne hochhält, nachdem die vergangenen zwei Jahre Pandemie-bedingt kein Turnier stattfinden konnte.

Schon vor Beginn war das Vereinsheim gut gefüllt, doch zunächst fehlten zu fünf Vierertischen genau drei Mitspieler. Schlussendlich zog einer zurück, sodass man mit 16 Spielern unterwegs war. Am einfachsten spielt man Cego in der Viererrunde, weshalb die Zahl in Ordnung ging.

Mittlerweile gibt es einheitliche Regeln

Lange gab es bei diesem alten badischen Spiel wenig einheitliche Spielregeln. Das ist mittlerweile anders. Es gibt einheitliche Karten und Regeln. Letztere wurden von Hirt erklärt, im Zweifelsfall stand er als Schiedsrichter bereit. Auch das Zählen ist inzwischen einheitlich, so dass ein "Bürgermeister", bei dem am Ende Gleichstand herrscht, nicht mehr möglich ist.

24 Spiele in einer Runde

Nach der Auslosung gingen die Spieler an ihren zugelosten Tisch. Zwölf Männer und vier Frauen versuchten sich mit den bunten Karten und den vielen Trümpfen. Da wird dann schon mal ein "Räuber" gespielt, bei dem sich herausstellt, wer "gemauert" hat, oder ein Solo, wenn einer besonders gute Karten hat. 24 Spiele dauerte eine Runde, danach gab es eine kurze Pause, in der Hirt die Punkte zusammenrechnete. Danach begann die zweite Runde mit neuen Tischnachbarn und nach ein paar Stunden gab es einen Sieger.

Thomas Schreiber gewinnt Wanderpokal

Neben dem Siegerpokal für Vereinsmitglieder, der so lange wandert, bis ihn einer dreimal gewonnen hat, hat der Verein wieder Sachpreise ausgelobt. Sigrid Neininger aus Brigachtal hatte am Ende die meisten Punkte gesammelt und nahm den Geschenkkorb mit nach Hause. Den Wanderpokal für FC-Mitglieder hat sich, nicht zum ersten Mal, FC-Mitglied Thomas Schreiber verdient.