Beim Spatenstich für das neue Umkleidegebäude: Christoph Mayer, Geschäftsführer Firma Mayer; Gerd Bitzer und Gerd Maier, FC-Förderverein; Architekt Eberhard Didra; Sebastian Öhrle und Jochen Eisele, FCP Vorstand; Kevin Rehm, Technischer Leiter, Bauunternehmen Karl-Heinrich Bitzer; Frank Stobitzer, Bauleiter Firma Mayer (von links) Foto: Horst Schweizer

Seit über einem Jahrzehnt wünscht sich der FC Pfeffingen (FCP) ein neues Umkleidegebäude. Jetzt ist der Spatenstich erfolgt – die Kosten werden mit 600 000 Euro veranschlagt.

Voller Stolz hatte der Fußballclub Pfeffingen (FCP) 1976 den neuen Anbau ans bestehende Clubheim eingeweiht. Zwei Umkleideräume, ein Dusch- sowie ein Schiedsrichterraum – so sah das Raumprogramm aus, und für damalige Verhältnisse war das völlig ausreichend.

 

Doch schon bald änderte sich die Situation. Nach und nach kamen in den unteren Altersklassen neue Jugendmannschaften hinzu, und in den Kabinen wurde es richtig eng – zeitweise musste die Turn- und Festhalle in die Organisation des Betriebs miteinbezogen werden. Dem FCP wurde sein eigener Erfolg zum Problem: Dank guter Nachwuchsarbeit erfreut er sich seit Jahren vor allem im Jugendbereich großen Zulaufs und eines anhaltenden Mitgliederzuwachses.

Wie das Vorstandsduo Jochen Eisele und Sebastian Öhrle berichtet, besuchen derzeit 45 Kinder das F-Jugendtraining und 30 das der Bambini. In der neuen Saison ist noch eine Mädchenmannschaft hinzugekommen, so dass der FCP – auch Dank der schon über ein Jahrzehnt währenden guten Kooperation mit dem FC Onstmettingen – zehn Juniorenmannschaften im Spielbetrieb vorweisen kann. Dazu kommen die beiden aktiven Teams und die AH.

In nachhaltiger Bauweise entsteht die Umkleide

Die Folge: In der Umkleide reichen Platz und Ausstattung hinten und vorne nicht mehr aus. Seit über einem Jahrzehnt wurde das regelmäßig in Vorstandssitzungen und Hauptversammlungen beklagt, doch ließen sich die Pläne, ans Clubheim anzubauen, nicht realisieren.

Stattdessen wurde erwogen, hinter dem „alten“, in Richtung Burgfelden gelegenen Rasenplatz etwas zu realisieren. Planungen und Kostenvoranschläge wurden erstellt; eine Lösung schien in Sicht zu sein – und dann kam Corona und nach Corona die Inflation. Die Preise explodierten, die Kosten waren auf einmal fast doppelt so hoch – und wieder musste nach alternativen Möglichkeiten gesucht werden.

Im Frühjahr war das Projekt in trockenen Tüchern

Sie wurden am Ende gefunden: Im Frühjahr war das Projekt in trockenen Tücher, es wurden Verträge abgeschlossen – und nun ist der erste Spatenstich für ein 26 Meter langes, acht Meter breites und dreieinhalb Meter hohes Umkleidegebäude erfolgt. Es wird Platz für vier Umkleide- und zwei Duschräume, eine Kabine für die Schiedsrichter sowie für sanitäre Anlagen und die Haustechnik bieten, mit einem Gasbrennwertgerät beheizt werden und zudem noch eine Fußbodenheizung besitzen.

Gebaut wird nachhaltig, in Holzständer-Bauweise mit einer Putzfassade und Dachbegrünung. Die Firma Willi Mayer aus Bisingen ist Generalunternehmer; die Tiefbauarbeiten übernimmt die Tailfinger Firma Karl-Heinrich Bitzer.

Kosten wird das Projekt nun etwa 600 000 Euro – als der FC Pfeffingen 2020 auf die Stadtverwaltung zuging und erste Pläne vorstellte, lagen sie noch bei 370.000 Euro.

Das neue Gebäude soll im Juni 2025 fertig sein

Im April 2022 kam das Projekt in den Gemeinderat, wo die gute Jugendarbeit des FCP ausdrücklich gewürdigt wurde. 105 000 Euro städtische Förderung wurden bewilligt, weitere 10 000 Euro schoss der Pfeffinger Ortschaftsrat aus seinen Eigenverfügungsmittel zu, und der Württembergische Landessportbund (WLSB) beteiligt sich mit 107 000 Euro.

Den Rest will der FCP-Förderverein aufbringen, der bereits 2009, als aus dem Hartplatz ein Rasenplatz entstand, einen großen Batzen beigesteuert. Die Fertigstellung ist für Juni 2025 vorgesehen.