Alle Gefühlswelten erlebt der FC Pfaffenweiler beim spektakulären 4:4-Remis gegen den VfR Stockach. Nach einem 2:0 und einem 2:4 reicht es dank Raphael Gür zum Punktgewinn.
Landesliga: FC Pfaffenweiler – VfR Stockach 4:4 (2:0). Es gibt Topspiele, die rauben den Trainern die letzten Nerven, für die Fans sind sie jedoch besondere Erlebnisse. So war es auf der Gierhalde am Sonntag nach 90 intensiven Minuten im Verfolgerduell.
Der Start
Mit Kampf, Laufbereitschaft und Entschlossenheit legte der FCP los wie die Feuerwehr. Bereits nach nicht einmal 180 Sekunden erzielte Michael Höhe nach einer Halbraumflanke das schnelle 1:0. Auf diesen Paukenschlag setzte Höhe kurze Zeit später nach Zuspiel von Marc Baumhäckel direkt das 2:0 drauf (13.). Der VfR war überrumpelt und fand bis zur Pause noch keine Antwort auf der Anzeigetafel.
Pfaffenweiler konnte die ersten 45 Minuten schadlos wegverteidigen, verpasste allerdings durch Höhe und Nico Anders das 3:0. Nach einem Handspiel von Luca Pantel bekam der VfR einen Strafstoß, den Max Weisser gegen Marius Henkel jedoch parierte (30.).
Das Spektakel beginnt
Doch was dann in der zweiten Hälfte aus dem komfortablen Vorsprung passierte, war einfach nur sensationell von den Gästen. Die Begegnung kippte. Die Linzgauer starteten eine fulminante Aufholjagd und schossen innerhalb von drei Minuten drei Tore. Torjäger Marius Henkel verkürzte schnell auf 1:2 (52.). Er markierte kurze Zeit später auch das 2:2 (54.).
Kaum wieder angepfiffen, da verlor Pfaffenweiler den Ball. Mohamed Gomina traf zum 2:3 (55.). Moritz Eckert legte in der 68. Minute das 2:4 nach. Pfaffenweiler schien auf der Verliererstraße.
Was nun passierte, verblüffte viele der Zuschauer. Der FCP lag nicht am Boden, sondern bäumte sich auf. Einen an Raphael Gür verschuldeten Strafstoß nutzte Nico Anders nervenstark zum wichtigen 3:4-Anschluss (71.). In der 87. Minute rettete Raphael Gür dem FCP mit dem 4:4-Ausgleichstreffer in einem verrückten Spiel einen verdienten Punkt.
Die Stimme
Pfaffenweilers Spielertrainer Jonas Schwer resümierte das Tore-Spektakel: „Es war ein wildes Spiel. Dies lag an der zweiten Halbzeit, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen, weil wir gut im Spiel waren. Diese zehn Minuten nach der Pause, da hat einfach gar nichts gepasst. Danach haben wir uns gefangen, Einstellung und Wille haben gestimmt.“
Die Statistik
FC Pfaffenweiler: Weisser – Ma. Rohrer, Scholemann, Beraldi, Aguiar (85. Gailiunas), Baumhäckel, Pantel, Gür (90.+2 Albert), Ni. Anders, La. Rohrer, Höhe.
Tore: 1:0, 2:0 Michael Höhe (3., 13.), 2:1, 2:2 Marius Henkel (52., 54.), 2:3 Mohamed Gomina (55.), 2:4 Moritz Eckert (68.), 3:4 Nico Anders (Elfmeter/71.), 4:4 Raphael Gür (87.).
Schiedsrichter: Lenny Müller (Plittersdorf).
Zuschauer: 70.
Besonderes Vorkommnis: Max Weisser (FCP) hält Elfmeter von Marius Henkel (30.).