Wenn der Tabellendritte FC Pfaffenweiler den FC Königsfeld (4.) zum Landesliga-Derby erwartet, geht es um Rivalität, den Anschluss auf Rang zwei und die Vorherrschaft im Bezirk.
Landesliga SBFV: FC Pfaffenweiler – FC Königsfeld (Sonntag, 14.30 Uhr). Ein echtes Schmankerl erwartet die Fans in der Region beim Schlagerspiel und Derby zwischen dem Tabellendritten und dem direkten Verfolger. Beide Teams trennen am 19. Spieltag nur zwei Zähler (36:34). Die Gäste könnten mit einem Sieg am FCP wieder vorbeiziehen – wie vor 14 Tagen.
Die Serie knacken
Doch da sprechen die Zahlen dagegen. „Bisher hat Königsfeld die letzten Duelle nie gewinnen können“, möchte FCK-Trainer Daniel Miletic die Serie nun knacken. „Im Hinspiel beim 2:2 waren wir nahe dran, kassierten erst spät den Ausgleich.“
Sein FCK-Kollege Mike Seidel erlebte bislang alle Duelle mit: 0:2, 0:2, 2:4 hieß es in der vergangenen Saison in Liga und Pokal.
Die Trainer
„Mit Königsfeld wartet ein schwerer Brocken auf uns. Die haben Qualität im Kader. Sie sind etwas mühevoll in die Runde gekommen, haben sich gefunden. Jetzt haben sie das Potenzial, um bis zum Rundenende ganz oben mitspielen“, erwartet FCP-Coach Jonas Schwer eine völlig offene Partie auf Augenhöhe.
Er erhofft sich am Sonntag eine große Zuschauerresonanz, da die unteren Ligen teilweise noch pausieren und die Bezirksliga-Nachbarn fast alle schon am Samstag spielen.
Miletic pflichtet ihm bei: „Beide Teams spielen eine starke Runde. Sie haben es verdient, da oben mitzumischen. Das Ziel wird natürlich sein, dass keiner verlieren möchte. Was interessant ist, ist die unterschiedliche Spielweise der beiden Teams. Dazu hoffen wir, dass das Wetter gut ist und viele Zuschauer kommen.“
Die Spielweise
„Königsfeld ist offensiv sehr stark, da müssen wir in der Abwehr wieder konzentriert und gut stehen“, weiß Schwer. Wiederum imponiert Miletic, „wie diszipliniert Pfaffenweiler hinten agiert. Wir haben mit 49 erzielten Treffern den besten Angriff der Liga, sie verfügen mit 23 Gegentoren über eine der besten Defensivreihen. Da wird es spannend sein, wer sich am Ende durchsetzt.“
Die Topspieler
Beide Teams haben herausragende Akteure aus Gambia ihren Reihen. Jallow Saja ist der Torjäger des FCP (17 Treffer), Alieu Sarr glänzt auf Königsfelder Seite als Mittelfeldmotor. In Sachen Erfahrung sind die Kapitäne – Adrian Scholemann beim Gastgeber und Felix Fehrenbach bei den Gästen – unersetzlich.
Das Ehemaligentreffen
Man könnte schmunzelnd auch sagen, da spielt die DJK Villingen gegen die DJK Donaueschingen. Mit Luca Beraldi, Noah Schade, Michael Höhe und Jallow Saja (alle FCP) sowie Alieu Sarr, Nico Uljevic, Sandro Jock und Lavdrim Amiti stehen gleich acht Ex-Villinger in beiden Kadern.
Miteinander bei der DJK Donaueschingen gespielt haben einst fünf Akteure: Yannick Bartmann, Jonas Schwer (beide FCP) sowie die Königsfelder Lars Ganzhorn, Marko Karagaca und Tugay Öztürk.
Die Personalien
Schwer sieht einige Fragezeichen bei seinem Kader. „Nico Anders trainierte am Dienstag wieder, war allerdings länger ausgefallen. Leon Aguiar macht Fortschritte, trainierte schmerzfrei.“ Yannick Bartmann hofft, wieder helfen zu können. Stürmer Michael Höhe fehlte zuletzt. Bathuan Bak (Ermüdungsbruch) fällt weiter aus.
Bei den Gästen müssen die gesperrten Sandro Jock und Tim Hettich sowie Lavdrim Amiti (Schulter-OP) passen. Abwehrspieler Nico Uljevic ist wieder spielberechtigt.