Karsten Maier instruiert Janik Michel vor seiner Einwechslung. Foto: WAGNER Foto-Media/Andreas Wagner

Nach dem der FC Holzhausen auch das Kellerduell gegen den VfR Mannheim mit 0:2 verlor, droht die Mannschaft immer mehr den Anschluss zu verlieren. Torjäger Janik Michel kam dabei nur von der Bank.

Es war die vor dem Anpfiff meistgestellte Frage auf der Terrasse des Panoramastadions: „Wieso spielt Janik Michel nicht von Beginn an?“ Das Trainer-Team um Karsten Maier hatte sich nämlich dazu entschieden, den Torjäger vom Dienst gegen Mannheim zunächst auf der Bank zu lassen.

 

86 Einsätze am Stück

Im 14. Saisonspiel stand Michel damit erstmals nicht in der Startelf des FC Holzhausen. In der vergangenen Spielzeit war Michel nur im Heimspiel gegen Reutlingen eingewechselt worden, im Verbandsliga-Jahr war es in Wangen der Fall gewesen. Kumuliert bedeutet dies: Michel spielte nur drei Mal in den vergangenen 86 Ligabegegnungen nicht von Beginn an und verpasste überhaupt kein einziges dieser Spiele.

Maier erklärte auf der Pressekonferenz: „Wir haben als Trainer-Team die für uns bestmögliche Aufstellung aus dieser Woche gezogen und waren nach den Eindrücken total überzeugt davon. Das war der Grund. Wir wollten mit seiner Einwechslung beim Stand von 0:0 das Spiel auf unsere Seite ziehen, kurz danach fiel aber das 0:1 per Freistoß.“ Es gilt auch festzuhalten, dass Michel sich im Prinzip seit dem Saisonstart mit muskulären Problemen herum schleppt. Dass der Angreifer daher nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist, ist ein offenes Geheimnis. Nichtsdestotrotz hat er sieben Tore und damit 50 Prozent der FCH-Treffer erzielt.

Neben Michel saß auch Max Brendle erstmals in dieser Spielzeit auf der Bank. Der 23-Jährige hatte die Mannschaft zuletzt noch öfters als Kapitän aufs Feld geführt, zeigte im Defensivverhalten aber auch immer wieder ungewohnte Schwächen. Nach seinem Kreuzbandriss war er ab März diesen Jahres wieder klarer Stammspieler und kam nur beim Ligafinale der vergangenen Saison gegen Großaspach von der Bank. Vertreten wurde er auf der Position des Linksverteidigers zunächst von Julian Oberle und im späteren Verlauf der Partie von Lars Czerwonka, der zu Spielbeginn als rechter Verteidiger agierte.

Fehlendes Selbstvertrauen

Maier sah gegen die Mannheimer eine bessere zweite Hälfte seiner Mannschaft. Fabio Pfeifhofer hatte sogar die große Chance zur Führung. Ansonsten strahlte die Mannschaft aber wenig Torgefahr aus. Maier sagte: „Es ist klar, dass wir nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Das hat man auch ganz klar beim 0:2 gesehen. Wir sind in einer schwierigen Situation, aber es bringts nichts den Kopf zu senken. Wir suchen Lösungen.“

Im besten Fall sollten diese am kommenden Samstag schon erste Wirkungen zeigen. Gegen den Aufsteiger aus Denzlingen wären drei Punkte von immenser Bedeutung. Klar ist nämlich auch: Punktet der FCH mit demselben Schnitt wie bisher weiter, wird der Abstand zum rettenden Ufer bis zur Winterpause wohl schon zu weit anwachsen.

Atik mit Torausbeute unzufrieden

Mannheims Trainer Hakan Atik freute sich indes über den Erfolg seiner Mannschaft, hatte aber auch etwas zu bemängeln: „Wir brauchen einfach zu viele Chancen. Ein Janik Michel hätte bei uns sicherlich schon einige Tore gemacht.“ Man darf gespannt sein, ob der 31-Jährige gegen Denzlingen zurück in die Startelf kehrt.